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„Ich finde es krass“ZDF-Experte Kramer fliegt Zitat komplett um die Ohren

Mit einer Einschätzung zur WM 2026 lag ZDF-Experte Christoph Kramer deutlich daneben. In den sozialen Netzwerken köchelt ein Satz des Weltmeisters immer wieder hoch.

Christoph Kramer (36) gehört zu den beliebtesten TV-Experten des Landes, begleitet auch bei dieser WM zahlreiche Vor- und Nachberichte zu den Spielen vor einem Millionen-Publikum. Eine Einschätzung muss der Weltmeister allerdings reumütig widerrufen.

Kramer, der sich am Freitag (3. Juli 2026) einen Schlagabtausch mit Experten-Kollege Per Mertesacker (41) geliefert hatte, hatte sich beim Vorausblick auf die Weltmeisterschaft weit aus dem Fenster gelehnt. Ein entsprechender Satz fliegt ihm jetzt vor allem bei Social Media um die Ohren.

Kramer lag mit Einschätzung zu WM-Außenseiter daneben

Über die Aufstockung der WM auf 48 Teams, unter denen sich für seinen Geschmack allerdings zu wenige europäische Teilnehmer befinden, hatte Kramer noch vor dem Playoffs im März geschimpft: „Ich finde es krass, dass wir in Europa nur 16 Teilnehmer haben. Jetzt ist Italien vielleicht nicht dabei und Kap Verde dabei, oder was?“

Dass es Italien am Ende zum dritten Mal in Folge nicht zur Endrunde schaffte, sollte sich durch die Niederlage im Playoff-Finale gegen Bosnien sogar bestätigen.

Dass sich Kramer im Gegenzug aber ausgerechnet die größte Sensation dieser WM für seine Kritik herausgepickt hatte, erweist sich im Nachgang als ähnlich spektakuläres Eigentor wie sein Kunstschuss aus dem Mittelkreis über den eigenen Torwart in der Bundesliga-Saison 2014/2015.

Der WM-Debütant hatte schon in der Vorrunde viele Fußball-Fans begeistert, als Torwart-Oldie Vozinha (40) seinen Kasten beim historischen 0:0 gegen Mitfavorit Spanien sauber hielt. Mit weiteren Unentschieden gegen Uruguay (2:2) und Saudi-Arabien (0:0) machte der Inselstaat den Einzug in die K.o.-Runde perfekt.

Christoph Kramer im ZDF.

Copyright: Screenshot ZDF

Christoph Kramer begleitet die WM als TV-Experte im ZDF.

Auch dort begeisterten die „Blauen Haie“ wieder die Massen, boten Weltmeister Argentinien einen leidenschaftlichen Kampf, der bei der 2:3-Niederlage sogar über 120 Minuten geführt wurde.

Dabei stellten sich die Kapverden nicht bloß hinten rein, sondern hielten gegen Superstar Lionel Messi (39) und Co. immer wieder leidenschaftlich und mutig dagegen. Der WM-Neuling erzwang so die Verlängerung und träumte selbst nach zweimaligem Rückstand noch vom Weiterkommen.

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Kramers Experten-Kollege Mats Hummels (37) schrieb bei X begeistert: „Das war das beeindruckendste Spiel, das ich jemals von einem krassen Außenseiter gesehen habe, mein größter Respekt.“

Viele Fußball-Fans nutzten die Gelegenheit, um Kramers Zitat von vor einigen Monaten noch einmal schadenfroh hervorzukramen. Und schon damals hatte es durchaus kritische Stimmen gegeben. „Die Welt ist nicht nur Europa, lieber Chris“, schrieb ein User bei Instagram. „Es ist eine Weltmeisterschaft und keine Europameisterschaft. Jeder hat das Recht anzutreten“, lautete ein anderer Kommentar.

Während neun von zehn afrikanischen Teams den Sprung in die K.o.-Phase schafften, gehörten mit den unterirdischen Tschechen, den frühzeitig ausgeschiedenen Türken und den spielerisch extrem limitierten Schotten ausgerechnet drei europäische Nationen zu den größten Enttäuschungen der Vorrunde.

Diese Statistik lässt schon erahnen, dass Kramer die damalige Einschätzung heute wohl nicht mehr derart vollmundig wiederholen würde – auch wenn vor der WM wohl nur die Wenigsten Kap Verde auf der Rechnung hatten.

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