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„Ganz großer Schwachsinn“ ZDF-Experten schießen gegen Ex-Arsenal-Coach nach DFB-Provokation

Per Mertesacker steht bei seinem Abschiedsspiel in der HDI-Arena mit seinem langjährigen Arsenal-Trainer Arsene Wenger.

Arsène Wenger (r.) am 13. Oktober 2018 mit Per Mertesacker bei dessen Abschiedsspiel in Hannover.

War das ein Nachtreten? Eine Aussage von FIFA-Funktionär Arsène Wenger klingt wie Kritik am DFB wegen der „One Love“-Kapitänsbinde. Zwei Ex-Weltmeister widersprechen dem Trainerveteran.

Mit einer ganz offenbar gegen die deutsche Mannschaft gerichteten Spitze hat FIFA-Berater Arsène Wenger (73) für Wirbel gesorgt.

Der Chef der Technischen Studiengruppe des Fußball-Weltverbandes sagte am Sonntag (4. Dezember 2022), bei der WM in Katar seien die Teams schon zum Auftakt erfolgreich gewesen, die „nicht auf politische Demonstrationen fokussiert“ gewesen wären.

Christoph Kramer über Arsène Wenger: „Komplett sinnlos“

Damit spielte der langjährige Trainer des FC Arsenal offenkundig auf die Aufregung bei der DFB-Auswahl um die „One Love“-Kapitänsbinde und die Hand-vorm-Mund-Geste vor der 1:2-Startpleite gegen Japan an.

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Ex-Weltmeister Christoph Kramer (31) widersprach Wengers These im ZDF energisch. „Die Aussage ist komplett sinnlos, ganz, ganz großer Schwachsinn“, sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach.

Diese Ansicht könne auch nicht wirklich Wengers Überzeugung sein. „Dafür war er viel zu lange einer der besten Trainer der Welt“, sagte Kramer.

Per Mertesacker über Ex-Trainer: Versucht „uns noch eins auszuwischen“

Auch der frühere Nationalspieler Per Mertesacker (38), spielte sieben Jahre beim FC Arsenal unter Wenger, sah die Rolle des Franzosen beim Weltverband FIFA als Auslöser für die Äußerung des 73-Jährigen.

Dass die deutsche Mannschaft ausgeschieden sei, nutze Wenger nun wohl für eine Stellungnahme pro FIFA, „um uns noch eins auszuwischen“, sagte Mertesacker.

Vor dem ersten WM-Spiel der Nationalmannschaft hatte die FIFA dem DFB und sechs anderen europäischen Verbänden das Tragen der „One Love“-Kapitänsbinde untersagt. Die Binde soll für Vielfalt und Meinungsfreiheit stehen.

Oliver Bierhoff: „One Love“-Binde werde bei Analyse keine Rolle spielen

Der DFB hatte das FIFA-Verbot scharf kritisiert. Die Diskussion überschattete den WM-Auftakt des Teams von Bundestrainer Hansi Flick (57). Vor dem Anpfiff gegen Japan hielten sich die Nationalspieler zum Zeichen des Protests die Hand vor den Mund.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff (54) hatte schon kurz nach dem Vorrunden-Aus der Mannschaft bestritten, dass die Debatte um die Binde eine Ursache war. „Aber glauben Sie wirklich, dass nach drei Spielen, die auf dem Platz stattgefunden haben, dass diese ‚One Love‘-Binde eine so große Rolle gespielt hat“, sagte Bierhoff in der ARD.

Das Thema rund um die Binde werde in der sportlichen Analyse des WM-Scheiterns keine Rolle spielen, auch wenn „die Sache nicht so gelaufen ist“. (dpa)

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