WM-„Endspiel“ gegen Spanien Auf diese Top-Talente muss Deutschland aufpassen

Costa Ricas Anthony Contreras behauptet den Ball gegen Spaniens Gavi und Pedri.

Gavi (r.) und Pedri während Spaniens WM-Spiel gegen Costa Rica am 23. November 2022.

Gavi und Pedri gelten in Spaniens WM-Team als potenzielle Nachfolger von Andrés Iniesta und Xavi Hernandez. Und sie sind nicht die einzigen Toptalente mit höchstens 20 Jahren.

Deutschland hat Jamal Musiala und Youssoufa Moukoko – Spanien mehr als doppelt so viele junge Toptalente und mögliche künftige Weltstars, die sich teilweise schon beim FC Barcelona behaupten.

Die Auswahl von Luis Enrique geht bei der Fußball-WM in Katar in den Gruppengipfel am Sonntag (20 Uhr MEZ/ZDF und MagentaTV) gegen die DFB-Auswahl mit Assen wie Gavi, Pedri, Ansu Fati und Alejandro Balde – die beiden Ersten gelten im offensiven Mittelfeld als gesetzt.

Spaniens Top-Talente im Fokus

Ansu Fati: Am freien Tag der Spanier wurde der 20-Jährige im Thaub, dem traditionellen arabischen weißen Gewand, gesichtet und abgelichtet. Auf der WM-Bühne war der 20 Jahre alte Stürmer, der mit sechs nach Spanien kam und dessen Eltern aus Guinea-Bissau stammen, noch nicht zu sehen.

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Aber der Barcelona-Stürmer ist zumindest eine große Joker-Option gegen Deutschland. Im Testspiel gegen Jordanien (3:1) war Fati zurück ins Nationalteam gekehrt – zwei Jahre nach seinem Debüt beim 1:1 gegen Deutschland in der Nations League. Gegen Jordanien gelang Fati gleich ein Tor, er bestätigte damit seine lange fragliche WM-Nominierung. „Da waren bis zur letzten Minute Zweifel“, sagte Enrique. Fati hatte bei der EM 2021 verletzt gefehlt und auch immer wieder mit den immens gestiegenen Erwartungen zu kämpfen.

Gavi: Als das erst 18 Jahre alte Toptalent nach dem 7:0 zum Auftakt gegen Costa Rica den Pokal als „Man of the match“ erhielt, da wirkte der Jungprofi im Anzug wie ein Konfirmand, dem noch jemand schnell den Hemdkragen hätte richten sollen. Der Vertrag des Mittelfeldspielers beim FC Barcelona (bis 2026) ist mit einer Ausstiegsklausel von einer Milliarde Euro versehen.

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Der jüngste Auswahlspieler in Spaniens Fußball-Historie mit 17 Jahren und 62 Tagen kann sich vor Ehrungen kaum retten, zuletzt wurde er unter anderem als bester U21-Spieler der Welt ausgezeichnet. „Das mit Gavi ist nicht normal. Er macht Dinge, die für sein Alter sehr kompliziert sind. Auf diesem Niveau zu spielen, das ist nicht normal“, sagte sein Trainer Luis Enrique.

Pedri: Zu seinem Geburtstag am Freitag bekam Gavis Nebenmann im offensiven Mittelfeld einen Schokokuchen mit Erdbeeren im Teamquartier serviert. Der Offensivspieler wurde gerade einmal 20 Jahre alte, gilt aber längst als eine der Entdeckungen unter den großartigen Jungstars beim Weltmeister von 2010.

Pedro González López, wie er eigentlich heißt, und sein Barça-Kumpel Gavi gelten als Nachfolger des einst legendären Duos Andrés Iniesta/Xavi Hernandéz, das die goldene Generation der Iberer geprägt hat. Iniesta lernte Pedri dieser Tage bei seinem Besuch am Trainingsplatz kennen. Zu dessen Geburtstag schickte er ihm ein gemeinsames Foto – quasi von ehemaligem zu künftigem Weltstar.

Nico Williams: Auch der 20-Jährige von Athletic Bilbao mit den blond gefärbten Rasta-Zöpfen empfahl sich mit einem Tor gegen Jordanien unmittelbar vor dem WM-Turnier. Nicholas Williams hat ghanaische und liberianische Wurzeln, sein acht Jahre älterer Bruder Inaki spielt für Ghana. „Er ist eine Rakete. Er ist eine verdammte Rakete“, sagte Enrique über den pfeilschnellen 20 Jahre alten Angreifer.

Alejandro Balde: Der 19-Jährige, Sohn eines Vaters aus Guinea und einer Mutter aus der Dominikanischen Republik und in Barcelona geboren, war für den verletzten José Gayà nachnominiert worden. Gegen Costa Rica gab er gleich sein Länderspiel-Debüt, als er für Routinier und Barcelona-Kollege Jordi Alba eingewechselt wurde.

Danach stand er staunend vor vielen Kameras und Mikrofonen und sagte: „Das war ein Traumstart“. Seine Konkurrenz zu Alba im Club und im Nationalteam sei ein „gesunder Wettbewerb: Wenn zwei Spieler auf derselben Position spielen, sehen die Leute das wie einen Krieg. Aber so ist das nicht. Wenn er gut drauf ist, wird er mich am Ende besser machen. Und wenn ich gut drauf bin, werde ich ihn wieder besser machen.“ (dpa)

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