WM-Stimmung im Keller Didi Hamann zählt Nationalteam an – ein DFB-Star nur noch ein „Rätsel“

Enttäuschung bei den DFB-Stars nach dem 3:3 zum Abschluss der Nations League in England.

Enttäuschung bei den DFB-Stars nach dem 3:3 zum Abschluss der Nations League in England am 26. September 2022.

Formsuche beim deutschen Nationalteam. Die DFB-Auswahl hat auch die letzte Länderspielpause vor der WM 2022 in Katar nicht nutzen können, um Zweifel zu zerstreuen. Dietmar Hamann sorgt sich um die WM-Aussichten.

Die Start-Euphorie ist dahin, die Zweifel in der heißen Phase vor der WM 2022 nehmen zu. Die letzte Länderspielpause vor der Endrunde in Katar hat die deutsche Nationalmannschaft nur noch tiefer ins Formtief gestürzt.

Dass die anfänglich vielversprechenden Ansätze unter Bundestrainer Hansi Flick (57) weitgehend verflogen sind, stimmt auch Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann (49) kritisch. Den DFB sieht der Sky-Experte aktuell nicht als Titel-Kandidaten bei der Weltmeisterschaft.

DFB-Team im Formtief: Hamann sieht kaum Titel-Chancen

In einem Beitrag im „Kicker“ äußerte Hamann am Donnerstag (29. September 2022) seine Zweifel: „Mit Blick auf die WM habe ich große Bedenken. Ich weiß nicht, ob unsere Spieler gut genug sind, um sich Chancen auf den Titel ausrechnen zu dürfen.“

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Der 59-fache Nationalspieler hat vor allem den Angriff und das defensive Mittelfeld im Visier: „Wir haben keinen Stürmer ganz vorne und keinen richtigen Sechser – und das sind zwei der wichtigsten Positionen.“

Zudem beklagt Hamann, dass es keine Nationalmannschaft in Europa gäbe, „die so abhängig ist von einer Vereinsmannschaft wie die deutsche vom FC Bayern“. Und genau das verschärfe die aktuellen Probleme nur noch.

WM 2022: Kehrt Mats Hummels zum DFB-Team zurück?

Weil die Bayern-Stars nach dem zunächst noch euphorischen Saisonstart seit Wochen schwächeln und inzwischen vier Bundesliga-Spiele in Folge nicht gewinnen konnten, fehlt auch in der Nationalmannschaft eine formstarke Basis, die vorangeht.

Einen Profi nahm Didi Hamann dabei besonders ins Visier: Offensiv-Star Serge Gnabry (27), der seiner Bestform schon länger hinterherläuft und in den jüngsten sieben Spielen nur beim 5:0-Pflichtsieg im DFB-Pokal bei Viktoria Köln einen Scorerpunkt beisteuern konnte.

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Während mit Leroy Sané (26) zumindest das Sorgenkind der Vorjahre „andeutet, was er kann“, sei der in den Vorjahren noch so konsante Gnabry inzwischen nur noch ein „Rätsel“.

Hamann rät Bundestrainer Hansi Flick wegen der Abwehr-Sorgen außerdem, den zuletzt formstarken Dortmunder Mats Hummels (33) und den aktuell noch verletzten Leverkusener Florian Wirtz (19) für den 26er-Kader zu nominieren. Der Hummels-Forderung schloss sich auch Europameister Markus Babbel (50) an, der erklärte: „Hummels ist stärker als Süle und Schlotterbeck, ich würde ihn nominieren.“ (bc/dpa)

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