Express · Community

Kommentare · 0

Zum Inhalt springen

„Ich werde alles dafür tun“Wilde Urbig-Reise von FC-Degradierung ins DFB-Tor

Jonas Urbig steht vor seinem Debüt für die deutsche Nationalmannschaft. Bundestrainer Jürgen Klopp hat ihm für das Spiel in München eine Startelfgarantie ausgesprochen.

Die deutsche Nationalmannschaft hat heute das dritte Spiel unter der Führung von Jürgen Klopp. Ausgerechnet in der Allianz-Arena erwarten Jonas Urbig und das Nationalteam Serbien (20.45 Uhr/ZDF).

Jonas Urbig wird voraussichtlich im Tor stehen und somit sein DFB-Debüt in seinem Stadion machen. Doch wer hätte daran vor 22 Monaten denken können.

Von der Kölner Nummer zwei zum Nationaltorhüter

Noch vor zwei Jahren war Urbig noch die große Torwarthoffnung des 1. FC Köln. Der gebürtige Euskirchener galt am Geißbockheim jahrelang als Kronprinz auf der Position zwischen den Pfosten, durfte nach dem Bundesliga-Abstieg im Sommer 2024 dann endlich als Nummer eins beim FC ran.

Nach dem holprigen Saisonstart der Kölner in Liga zwei beorderte Ex-FC-Trainer Gerhard Struber (49) die vorherige Nummer eins Marvin Schwäbe (31) wieder ins Tor – und Urbig fand sich bis zum Winter nur auf der Bank wieder.

Im Januar 2025 ging es für das Torhütertalent zum großen FC Bayern – und dort stetig bergauf. Zu Beginn seiner Zeit in München kam der heute 23‑Jährige zu ersten Einsätzen durch eine Verletzung von Manuel Neuer und machte so auf sich aufmerksam. Inzwischen bekommt Urbig immer mehr Spielminuten, sowohl in der Liga als auch in der Champions League. Auch wenn Neuer fit ist.

Der Plan der Bayern-Verantwortlichen sieht vor, dass Urbig Neuer langfristig ablöst und zur Nummer eins aufsteigt. Nun bekommt er auch seine Chance im DFB-Dress. „Es ist sehr besonders. Ein Moment, auf den man sein ganzes Leben hingearbeitet hat. Ich freue mich, dass ich morgen die Möglichkeit bekomme, im eigenen Stadion einzulaufen. Ich werde alles dafür tun, dass wir als Mannschaft den ersten Sieg unter Jürgen Klopp einfahren“, sagte Urbig vor seinem Debüt.

Zur Diskussion, dass er vielleicht auch im Tor der deutschen Nationalmannschaft in Zukunft die Nummer eins werden könnte, antwortete er gelassen: „Ich finde, ich bin auch in einem Spielrhythmus, das ist ja immer so ein bisschen die Diskussion. Ich freue mich einfach, Teil dieses Kaders zu sein. Alles andere ist die Entscheidung des Trainers. Wichtig ist, dass wir in der Torwartgruppe eine große Energie haben, uns gegenseitig ans Maximum pushen, dann können wir als Torwartgruppe der Mannschaft unheimlich viel Energie geben.“

Ob Urbig auch am Sonntag gegen Griechenland (4. Oktober, 20.45 Uhr/RTL) zwischen den Pfosten stehen wird, bleibt also offen. In der ersten Woche der Länderspielpause hatte Trainer Jürgen Klopp auch zwischen den beiden Spielen den Torhüter gewechselt. Beim 1:1 gegen die Niederlande stand Marc-André ter Stegen im Tor, bei der 0:1-Pleite gegen Griechenland durfte Alexander Nübel ran. (aze)