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Trotz Elfer-HeldViktoria verspielt spät 2:0-Führung gegen Aufsteiger

Tim Kloss im Spiel gegen Großaspach am Ball.

Copyright: IMAGO/Beautiful Sports Internati

Viktoria Köln verschenkt gegen Sonnenhof Großaspach den fünften Sieg in Folge.

Aktualisiert:

Bitterer Abend für Viktoria Köln! Gegen Sonnenhof Großaspach sieht nach einer frühen 2:0-Führung alles nach dem fünften Sieg in Serie aus. Doch der Aufsteiger kämpft sich zurück.

Viktoria Köln wollte am Mittwochabend (14. Oktober) gegen Aufsteiger Sonnenhof Großaspach seine Erfolgsserie fortsetzen. Vier Siege in Folge hatten die Höhenberger zuletzt gefeiert und sich damit auf den zweiten Tabellenplatz vorgeschoben.

Bei den Gästen aus Schwaben verliefen die vergangenen Wochen dagegen weniger erfolgreich: Großaspach war seit vier Spielen sieglos und reiste als Tabellenvorletzter in den Sportpark Höhenberg.

Viktoria erwischt Traumstart gegen Großaspach

Nach dem deutlichen 5:2 gegen Alemannia Aachen schien für die Viktoria auch diesmal zunächst alles nach Plan zu laufen. Doch trotz einer frühen Zwei-Tore-Führung reichte es am Ende nur zu einem 2:2. Damit ließen die Kölner im Kampf um die Tabellenspitze zwei weitere Punkte gegenüber Spitzenreiter MSV Duisburg (gegen den es am Sonntag zum direkten Duell kommt) liegen.

Die Mannschaft von Wilhelm Marian übernahm von Beginn an die Kontrolle und ging bereits mit der ersten guten Gelegenheit in Führung. Nach einer zu kurz ausgeführten Ecke der Gäste schaltete Viktoria schnell um. Pascal Fallmann hatte auf der rechten Seite viel Platz und brachte den Ball in die Mitte, wo Niklas Castelle mit einem wuchtigen Abschluss zum 1:0 traf (5.).

Castelle blieb auch anschließend der auffälligste Offensivspieler der Kölner. Wenig später scheiterte er mit einem weiteren Versuch am Pfosten. Doch die nächste erfolgreiche Aktion ließ nicht lange auf sich warten. Erneut setzte sich Castelle im Strafraum durch, ließ seinen Gegenspieler aussteigen und legte quer. David Otto verpasste den Ball zunächst, doch Lucas Wolf stand richtig und schob aus kurzer Distanz zum 2:0 ein (11.).

Die frühe Führung war verdient. Viktoria erspielte sich weitere Möglichkeiten und stellte die zunächst anfällige Defensive der Gäste immer wieder vor Probleme. Erst im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs stabilisierte sich Großaspach und kam selbst zu einigen Abschlüssen. Die Kölner behielten dennoch die Kontrolle. Unter anderem hatte Otto in der 39. Minute eine weitere gute Gelegenheit. Zur Pause stand eine verdiente 2:0-Führung für die Gastgeber.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Viktoria zunächst die spielbestimmende Mannschaft und drängte auf die Vorentscheidung. Die beste Gelegenheit hatte erneut Otto, der vor dem Strafraum viel Platz bekam und wuchtig abschloss. Der Großaspacher Torhüter war jedoch zur Stelle.

Weil die Kölner ihre Chancen nicht nutzten, blieb der Aufsteiger im Spiel – und schlug in der 70. Minute zurück. Eine Flanke landete im Strafraum beim eingewechselten Fabian Eisele, der aus kurzer Distanz nur noch zum 1:2 einschieben musste.

Der Anschlusstreffer veränderte die Partie deutlich. Großaspach drängte nun auf den Ausgleich und erspielte sich gleich vier gute Möglichkeiten. Dreimal musste Viktoria-Torhüter Arne Schulz entscheidend eingreifen, um die knappe Führung zu behaupten.

In der Schlussphase wurde es dann besonders dramatisch: Nach einem Zweikampf zwischen Innenverteidiger Tim Kloss und seinem Gegenspieler entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter für die Gäste. Eine harte Entscheidung. Eisele trat an, doch Schulz parierte und bewahrte seine Mannschaft zunächst vor dem Ausgleich (86.).

Zum Sieg reichte aber selbst diese Glanzleistung nicht. Nur zwei Minuten später brachte Großaspach erneut eine Flanke in den Kölner Strafraum. Diesmal war Loris Maier zur Stelle und drückte den Ball zum 2:2 über die Linie (88.).

Damit verspielte Viktoria Köln trotz eines überzeugenden Starts und einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung den fünften Sieg in Folge. Nach vier Erfolgen nacheinander mussten sich die Höhenberger gegen den Aufsteiger mit einem Punkt begnügen.

Viktoria Trainer Marian ordnete das Unentschieden nach dem Spiel am MagentaTV-Mikro ein: „Es tut weh, weil wir jeden Punkt holen wollen, gerade in der englischen Woche jetzt. (...) Wir müssen die Situationen vorne kaltschnäuziger nutzen und gerade in der zweiten Halbzeit klarer verteidigen und ein bisschen ruhiger sein in den Situationen. Das ist ein Lernprozess und hilft uns ungemein für die nächsten Wochen.“

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