Viktoria Köln glänzt vor allem in der Offensive und festigt Platz zwei. Das Angriffs-Trio erwischt einen Sahne-Tag.
Auswärts-Gala am Tivoli Viktoria Köln überrollt Alemannia Aachen

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Viktoria Köln bestätigte die eindrucksvolle Form auch in Aachen.
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Viktoria-Gala im Tivoli! Am Sonntag (11. Oktober 2026) hat Viktoria Köln die Ausnahmeform in der 3. Liga mit einer 5:2 (4:1)-Gala bei Alemannia Aachen eindrucksvoll untermauert.
Es war das dritte Höhenberger Torfestival gegen einen der ambitionierten Großklubs: Preußen Münster wurde 4:1 besiegt, Hansa Rostock 4:0 – jeweils vor eigener Kulisse. Nun eroberte die Viktoria den Tivoli, festigte Platz zwei und ihre Position als erster Verfolger des MSV Duisburg.
Viktoria Köln stellt Top-Offensive
Das Selbstvertrauen aus der perfekten englischen Woche vor der langen Länderspielpause hatte die Unterbrechung unbeschadet überstanden. David Otto (5.) und Taylan Duman (7.) ließen gute Möglichkeiten liegen – dann erzielte Yannick Tonye in der elften Minute nach einer feinen Flanke von Pascal Fallmann die 1:0-Führung.
Trainer Marian Wilhelm hatte auf seine gewohnte Stammelf gesetzt, die die Viktoria bis auf Rang zwei geführt und im jüngsten Testspiel den 1. FC Köln (2:2) über weite Phasen dominiert hatte. Herzstück des Teams war das Offensivtrio mit Otto, Lucas Wolf und Niklas Castelle.
Die Aachener Defensive wankte unter dem Eindruck des Kölner Sturmlaufs. Nach einer weiteren Flanke von Fallmann patzte Keeper Manuel Riemann und segelte unter dem Ball hindurch. Duman köpfte den Ball ins Zentrum, Wolf staubte zum 2:0 ab (20.).
Es war das fünfte Tor des 25-Jährigen in den vergangenen vier Spielen. Die Alemannia ergab sich vor heimischer Kulisse jedoch nicht. In der 22. Minute gelang eine sehenswerte Eckballvariante, die Außenverteidiger Lukas Scepanik per Direktabnahme ins Netz schoss.
In der 38. Minute schnappte sich Kloss nach einem Foul an Niklas Swider den Freistoß und zirkelte den Ball über die Mauer zum 3:1 ins Tor (38.). Bei der Viktoria klappte fast alles, Aachen versank im Chaos.
Davon profitierte Kapitän Otto, der eine Hereingabe von Tobias Eisenhuth mit etwas Glück zum 4:1 ins Tor drückte (40.). Es war sein siebtes Saisontor im achten Einsatz. Die Gesichter der Kölner wirkten beim Jubel fast schon ungläubig.
Auch Niklas Castelle trifft gegen Aachen
Nach der Pause trug Castelle seinen Teil zur Demütigung seines früheren Arbeitgebers bei. Der Angreifer witterte einen Rückpass von Petros Bagkalianis, blockte den Ball ab und schob ihn ins leere Tor – Keeper Riemann hatte mit einem Anspiel gerechnet und weit vorne im Strafraum gewartet.
Auf Aachener Seite sorgte Ken Izekor nach seiner Einwechslung noch für Betrieb. Die Leihgabe von Bayer 04 Leverkusen hatte zwei gute Abschlüsse, doch Arne Schulz war auf dem Posten – ebenso bei der Großchance von Daniel Starodid, dessen Schuss der Schlussmann in Handball-Torhüter-Manier mit dem Fuß parierte.
Schulz hätte einen nahezu perfekten Tag haben können, doch in der Nachspielzeit legte er Scepanik mit einem Fehlpass noch das 2:5 auf (90.+5). Dennoch feierte die Viktoria mit ihrem kleinen Anhang im sonst gespenstisch stillen Stadion. Weiter geht es bereits am Mittwochabend mit dem Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach (19 Uhr).
