Gänsehaut-Moment bei der WM! Kanadas verletzter Held Ismael Koné wurde im Rollstuhl von den Fans gefeiert. Dabei fuhr er auch an Thomas Müller vorbei.
Fifa teilt Einschätzung gar nichtVerletzter Koné rollt an Müller vorbei – „toller Moment“
Gänsehaut-Moment im WM-Stadion von Vancouver! Etwa eine Stunde vor dem finalen Gruppenduell gegen die Schweiz wurde Kanadas Fußball-Held Ismael Koné (24), der sich schwer verletzt hatte, im Rollstuhl in die Arena geschoben.
Der Mittelfeldspieler grüßte die Fans, die ihn mit Applaus feierten – ein Moment, der unter die Haut geht. Mit seinem Rollstuhl wurde er auch an Thomas Müller vorbeigeschoben, der als MagentaTV-Experte in Vancouver ein Heimspiel hatte. Müller begrüßte Koné per Handschlag und wünschte ihm: „All the best, buddy“ – also nur das Beste.
Katar-Spieler bekommt Fünf-Spiele-Sperre
„Das ist natürlich ganz bitter“, sagte Reporterin Anna Sara Lange angesichts Konés WM-Aus, das den kanadischen Fans in diesem Moment nochmal eindrücklich vor Augen geführt wurde. Müller antwortete: „Bitter, ja, aber andererseits auch ganz schön.“ Dabei zeigte er auf die applaudierenden Fans. „Das ist einfach ein toller Moment.“
Für Koné ist der WM-Traum geplatzt. Vor sechs Tagen, beim furiosen 6:0-Sieg gegen Katar, zog er sich bei einem Foul einen Beinbruch zu. Das Turnier ist für ihn gelaufen.
Müller hatte nach dem Einsteigen des Katarers Assim Madibo in einer ersten Einschätzung gesagt: „Die Rote Karte können wir nicht ganz nachvollziehen, weil es nach einer sehr unglücklichen Verletzung aussieht, auch wenn sie sehr schwerwiegt. Ich sehe da maximal ein normales Foul, weder Gelb noch Rot.“
Die Fifa bewertete die Szene ganz anders. Während Koné ins Stadion geschoben wurde, gab der Fußball-Weltverband fast zeitgleich bekannt, dass Madibo für fünf Spiele gesperrt wurde. In den Tagen nach der Verletzung hatte Madibo Koné im Krankenhaus besucht.
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Koné, der für den italienischen Klub US Sassuolo spielt, wurde schon operiert und wird monatelang ausfallen. Seine Position in der Anfangsformation gegen die Schweiz übernahm Nathan Saliba.
Besonders bitter ist der Ausfall für den kanadischen Trainer Jesse Marsch, den viele von euch noch aus seiner Zeit bei RB Leipzig kennen. Er fand emotionale Worte für seinen Schützling: „Ismael kann großartige Dinge vollbringen, die kein anderer kann. Er steht für vieles, wofür das Team steht, und ist ein großer Verlust für uns“, so Marsch.
Der Coach machte aber auch Mut: „Für ihn ist es gerade sehr hart, aber er hat eine große Zukunft vor sich. Er bleibt ein Teil dessen, was wir hier machen.“ (dpa/sid/red)
