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„Hat die Atmosphäre vergiftet“Legende geht nach WM-Blamage auf Trainer los

Uruguay muss das blamable Vorrunden-Aus verkraften. Trainer Marcelo Bielsa bekommt es voll ab.

Eieiei – bei Uruguay brennt nach dem überraschenden wie blamablen Vorrunden-Aus bei der WM ordentlich der Baum. Auf Trainer-Legende Marcelo Bielsa, auch bekannt als „El Loco“ (der Verrückte) prasselt es von allen Seiten ein.

Der uruguayische ehemalige Weltklasse-Verteidiger und Kapitän Diego Lugano hat ganz klar dem Argentinier die Schuld am frühen Aus gegeben.

Bielsa ernüchtert: „Jemand, der nichts erreicht hat“

„Bielsa hat die Atmosphäre vergiftet, er hat nie verstanden, wo er stand, und die Spieler haben Bielsa nie verstanden“, sagte der 45 Jahre alte Lugano als Experte des Senders „Telemundo“ laut der argentinischen Zeitung „La Nación“. Lugano legte noch nach: „Die Spieler haben alles gegeben, aber sie hatten keinen Trainer, der sie auf den richtigen Weg geführt hätte.“

Uruguay schied bei dieser XXL-WM nach der Gruppenphase aus. Die Mannschaft um Kapitän und Real-Madrid-Star Fede Valverde gewann nicht eines ihrer drei Spiele und kam auf mickrige zwei Punkte. Im letzten Gruppenspiel verlor das Team gegen Europameister Spanien in Zapopan 0:1.

„Was ich Uruguays Fußball gegeben habe, ist nichts“, sagte Bielsa danach. Er trainiert die Mannschaft seit Mai 2023. „Wenn Sie mich fragen, wie man sich an mich erinnert, dann als jemand, der nichts erreicht hat.“ Lugano meinte, Bielsa hätte niemals bei einer WM sein dürfen.

Der 70 Jahre alte Argentinier, der im Clinch mit Teilen der Mannschaft liegt, soll Berichten zufolge vier Millionen Dollar im Jahr bekommen.

„Das ist ein Fehler, den Uruguay hoffentlich nie wieder begeht“, betonte Lugano mit Blick auf das Engagement des sehr eigenwilligen Coaches, der nach dem Spiel auch noch mit einem Wutausbruch vor Kameras für Entsetzen sorgte, weil er seiner Meinung nach zu lange warten musste.

Lugano nahm selbst an zwei Weltmeisterschaften mit seinem Heimatland teil. 2010 hatte er die „Celeste“ als Kapitän bis ins Halbfinale geführt, das Uruguay aber gegen die Niederlande verlor. Im Spiel um Platz drei unterlagen Lugano und Teamkollegen wie Diego Forlán, Luis Suárez oder Edinson Cavani Deutschland mit 2:3. (dpa)

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