Ein krebskranker Junge ist im Stadion von einigen Fans attackiert worden. Daraufhin meldete sich nicht nur Präsident Macron zu Wort. Auch die Mutter sprach über die schlimmen Folgen.
Stadion-SkandalAttacke auf krebskranken Kenzo (8): „Verbrachte Abend hinterm Kühlschrank“

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Der kleine Kenzo im November 2022 auf dem Rasen des Stade Velodrome seines Lieblings-Vereins Olympique Marseille.
Frankreich hat entsetzt auf den Angriff von Fußballfans auf den acht Jahre alten krebskranken Kenzo und seine Familie beim Spiel zwischen AC Ajaccio und Olympique Marseille reagiert.
Präsident Emmanuel Macron forderte am Montag (5. Juni 2023) klare und harte Sanktionen für die Angreifer. Die Mutter des Jungen sagte: „Kenzo wurde auf eine Eisenstange gestoßen, und sie fragten seinen Vater nach seinem OM-Trikot. Dann haben sie ihm zwei Faustschläge verpasst“, wie die Zeitung „Le Parisien“ berichtete.
Angriff auf krebskranken Jungen: „Selbst die extremste Dummheit kann das nicht entschuldigen“
„Sehen Sie nicht, dass es ein krankes Kind ist, ein Kind, das Krebs hat, lasst es in Ruhe“, habe sie den Angreifern zugerufen. Der an einem Gehirntumor erkrankte Junge und seine Eltern trugen am Samstag alle OM-Trikots, weshalb sie von den Korsika-Fans im Stadion der Inselhauptstadt angegriffen wurden.
Der Vorfall machte Kenzo auch zu Hause noch sehr zu schaffen, wie seine Mutter weiter verriet: „Er hatte Angst und weinte. Jedes Mal, wenn wir die Tür öffneten, rannte er schnell hinter den Kühlschrank, um sich zu verstecken, weil er jedes Mal dachte, dass sie zurückkommen würden. Er verbrachte den Abend damit, sich hinter dem Kühlschrank zu verstecken.“
Auch AC Ajaccio meldete sich zu Wort. Der korsische Klub verurteilte den Angriff auf den kleinen Kenzo aufs Schärfste. „Diese Individuen repräsentieren in keiner Weise die Werte unseres Klubs und unserer Insel“, hieß es in einer Mitteilung. „Selbst die extremste Dummheit kann diese Verhaltensweisen nicht entschuldigen.“
Frankreichs Sportministerin Amélie Oudéa-Castéra hat inzwischen mit Kenzo telefoniert, es handele sich um inakzeptable Gewalt, die bestraft werden müsste, sagte die Ministerin am Montag. (dpa/gr)
