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Spieltag gegen HomophobieToulouse streicht fünf Spieler – Trainer von Konkurrent tobt: „Katastrophe!“

Schiedsrichter Benoit Millot trug beim Spiel zwischen Toulouse und Nantes eine Armbinde in Regenbogenfarben. Die Rückennummern der Spieler waren ebenfalls in Regenbogenfarben gedruckt.

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Schiedsrichter Benoit Millot trug beim Spiel zwischen Toulouse und Nantes am 14. Mai 2023 eine Armbinde in Regenbogenfarben. Die Rückennummern der Spieler waren ebenfalls in Regenbogenfarben gedruckt.

In der französischen Ligue 1 wollen die Teams ein Zeichen gegen Homophobie setzen. Doch einige Spieler weigern sich, mitzuziehen.

Wie schon im Vorjahr ist der Spieltag, der im Zeichen des Engagements gegen Homophobie und Transphobie stehen sollte, in Frankreich von zahlreichen Diskussionen überschattet worden.

Einige Spieler des FC Toulouse hatten sich geweigert, am Sonntag (14. Mai 2023) beim Spiel gegen den FC Nantes in Trikots aufzulaufen, auf denen die Rückennummer in Regenbogenfarben abgedruckt war. Der Verein strich die Profis daraufhin aus dem Kader.

Toulouse wirft fünf Profis aus dem Kader

Man respektiere die persönliche Entscheidung der Spieler, hieß es in einem Statement. Der FC Toulouse betone aber, dass er seit Langem gegen Homophobie und jede Form von Diskriminierung kämpfe.

18 Nationen und fünf Kontinente seien im Profibereich vertreten. „Weltoffenheit gehört zur DNA unseres Vereins. Unsere Spieler werden wegen ihrer menschlichen Qualitäten ausgewählt – unabhängig von ihrem Glauben oder ihren Überzeugungen.“

Der Verein nannte keine Namen, bei den Spielern soll es sich aber laut Medienberichten um Zakaria Aboukhlal (23), Farès Chaïbi (20), Moussa Diarra (20), Logan Costa (22) und Saïd Hamulic (22) handeln. 

Ohne diese fünf spielte Toulouse zu Hause gegen den abstiegsbedrohten FC Nantes nur 0:o. Das wiederum rief Eric Roy (55), Trainer von Stade Brest, auf den Plan.

Brest-Trainer wittert Wettbewerbsverzerrung

„Das ist eine Katastrophe“, schimpfte Roy, dessen Mannschaft ebenfalls im Abstiegskampf steckt. Ihn störe nicht das Zeichen gegen Homophobie an sich, sondern der Zeitpunkt. „Man sieht ja, dass manche Spieler Probleme damit haben“, meinte Roy. „Macht das doch nicht an den letzten vier Spieltagen, wenn es für einige Teams ums Überleben geht.“

Der Zeitpunkt ist allerdings bewusst gewählt, denn am 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie, der seit 2005 jährlich stattfindet.

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„Ich finde es gut, wenn die Liga sich engagiert, auch wenn ich der Meinung bin, dass es vor allem um Fußball gehen sollte“, so Roy. „Ich bin nicht damit einverstanden, dass bei Toulouse, die gegen unseren Konkurrenten im Abstiegskampf spielen, fünf Spieler fehlen. Ist das etwa ein fairer Wettbewerb?“

Kontroversen und Diskussionen statt eines starken Zeichens. „Une journée dark en ciel“, titelte am Montag die französische Sporttageszeitung „L'Équipe“. Ein Tag mit einem dunklen Himmel sei es gewesen. Dabei sollte es doch eigentlich um Regenbogen (französisch: Arc-en-ciel) gehen.

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