FC-Eigengewächs lebt WM-Traum Nervenstark in die K.o.-Runde: Jakobs löst Achtelfinal-Ticket

Ismail Jakobs (r.) jubelt mit dem Senegal nach dem Sieg über Ecuador. Die Afrikaner stehen bei der WM 2022 damit im Achtelfinale.

Ismail Jakobs (r.) jubelt mit dem Senegal nach dem Sieg über Ecuador. Die Afrikaner stehen bei der WM 2022 damit im Achtelfinale.

Ismail Jakobs hat mit dem Senegal bei der WM 2022 den Sprung ins Achtelfinale geschafft. Gegen Ecuador behielten die Afrikaner im Gruppen-Endspiel die Nerven und zogen in die K.o.-Runde ein.

Mit Ellyes Skhiri (27) droht dem einzigen FC-Profi bei der WM 2022 das Vorrunden-Aus – für ein Eigengewächs des 1. FC Köln läuft es dagegen deutlich besser: Ismail Jakobs (23) und der Senegal haben im dritten Gruppenspiel ihren zweiten Sieg gefeiert und im Vorrunden-Endspiel gegen Ecuador durch ein 2:1 das Achtelfinal-Ticket gelöst.

Zum zweiten Mal nach 2002 überstanden die „Löwen von Teranga“ damit die Gruppenphase. Der gebürtige Kölner, der den FC 2021 Richtung Monaco verlassen hatte, absolvierte dabei sein erst fünftes Länderspiel und das dritte bei der WM. Er stand wie schon im zweiten Duell gegen Katar (3:1) in der Startelf von Trainer Aliou Cissé (46) und hatte als Linksverteidiger seinen Anteil am Sprung unter die besten 16 Nationen.

WM 2022: Senegal setzt sich gegen Ecuador durch

Auch ohne den verletzten Superstar Sadio Mané schaffte der Senegal als Gruppenzweiter das Weiterkommen und trifft nun auf den Sieger der Gruppe B mit England, den USA und Iran. Kapitän Kalidou Koulibaly versetzte seine Mannschaft und ihre dauertrommelnden Fans mit seinem Treffer in der 70. Minute in einen Freudentaumel, kurz nachdem Moises Caicedo den etwas überraschenden Ausgleich erzielt hatte (67.).

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Die Senegalesen waren vor allem in der ersten Halbzeit drückend überlegen, vergaben aber zu viele Torchancen. Um in Führung zu gehen, benötigten sie einen Elfmeter: Ismaila Sarr, vom Leverkusener Piero Hincapie gefoult, traf cool (44.).

Klar war mit Anpfiff: Die Senegalesen mussten gewinnen, um sicher und wie vor 20 Jahren die K.o.-Runde zu erreichen – damals standen sie bei der WM in Südkorea und Japan sogar im Viertelfinale, scheiterten dort aber an der Türkei. Entsprechend forsch legten sie los, zielten aber in ihrer furiosen ersten Halbzeit bei zwölf Schüssen viel zu oft am Tor vorbei.

Ecuador gegen den Senegal zu harmlos

Tatsächlich war gleich die erste Gelegenheit zur Führung günstig: Idrissa Gueye kam im Strafraum in guter Position zum Abschluss, verzog aber den Ball (3.). Kurz darauf flog ein Schuss von Boulaye Dia auf Vorlage von Youssouf Sabaly links am Tor vorbei (8.). Sarrs leicht abgefälschter Schuss landete ebenfalls nicht im Netz (24.).

Ecuador wirkte überrumpelt vom Elan der Senegalesen, die aus ihrem Übergewicht beim Ballbesitz viel machten, durchdacht und mit schön anzusehenden Kombinationen angriffen – nur das erlösende Tor wollte zunächst nicht fallen. Der von Sarr cool verwandelte Elfmeter wirkte wie eine Erlösung.

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Ecuador gelang es nur in kurzen Phasen, sich vom Druck zu befreien. Zu diszipliniert und entschlossen verteidigte der Afrikameister. Enner Valencia, der drei der sechs letzten ecuadorianischen WM-Treffer erzielt hatte, blieb bei seiner Abschiedsvorstellung bei der WM 2022 weitgehend ungefährlich.

Das änderte sich in der zweiten Halbzeit ein wenig, nun benötigte Ecuador einen Treffer. Die Südamerikaner waren jetzt aktiver, kamen aber auch nicht zu einem gefährlichen Abschluss – bis plötzlich Caicedo die erste echte Chance seiner Mannschaft nutzte. Die Senegalesen aber schienen nur kurz geschockt: Nach einem Freistoß stand Koulibaly goldrichtig. (sid)

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