Nach der 1:4-Pleite gegen Italien ist die Stimmung in der Türkei am Boden. Die Medien und die Fans verlangen die Entlassung von Coach Montella.
Nach 1:4-PleiteRausschmiss von Türkei-Trainer gefordert: „Geh nach Hause!“
Ein Desaster für die Türkei! In der Nations League gab es eine 1:4-Niederlage gegen Italien. Diese Blamage könnte nun ernste Folgen nach sich ziehen, denn für den Nationalcoach Vincenzo Montella (52) wird die Situation zunehmend prekär.
Die Presse in der Türkei verlangt unmissverständlich seine Entlassung. Vor allem das Blatt „Hürriyet“ kritisiert die Mannschaft scharf: „Wir waren so schlecht, dass sogar die Italiener überrascht waren.“ Es wird deutlich gefordert, eine „neue Ära mit einem anderen Trainer“ einzuleiten. Das berichtet „sportbild.bild.de“.
Fans und Presse einig: „Geh nach Hause!“
Das Sportblatt Fotomaç wendet sich unmittelbar an den italienischen Trainer mit der klaren Schlagzeile: „Geh nach Hause!“ Die Anschuldigung lautet, Montella verfüge über die talentierteste türkische Mannschaft seit drei Jahrzehnten, schöpfe deren Fähigkeiten jedoch nicht voll aus.
Die Anhänger im Stadion von Bursa zeigten ebenfalls ihren Unmut. Nach jedem Gegentreffer hallten „Montella, tritt zurück!“-Sprechchöre durch das Stadion.
Der Zorn trifft nicht allein den Coach. Auch der Präsident des TFF, İbrahim Hacıosmanoğlu, sah sich mit Forderungen nach seinem Abschied konfrontiert. Die Beanstandungen an Montellas Arbeit sind nicht neu; bereits nach dem Ausscheiden bei der WM in der Gruppenphase und der kürzlichen 0:1-Pleite gegen Frankreich war der Druck auf ihn enorm gestiegen.
Montella persönlich denkt jedoch nicht daran, das Handtuch zu werfen. Im Anschluss an die Partie rechtfertigte er seine Leistung energisch. Er betonte die Entwicklung der Mannschaft unter seiner Leitung: „Diese Mannschaft spielte vor zweieinhalb Jahren noch in der Liga C, wir haben mit mir die Liga B gewonnen und spielen jetzt in Liga A.“
Das Level in der obersten Spielklasse sei schlichtweg höher, erklärte er. Die Mannschaft müsse sich an diese neuen Gegebenheiten erst anpassen.
Es sei eine Herausforderung, alle drei Tage auf diesem Niveau zu bestehen. Trotz der heftigen Vorwürfe lautet sein unmissverständliches Statement: „Ich glaube an meine Arbeit!“ (red)

