Was für ein Gefühlsausbruch an der Seitenlinie! Frankreichs Trainer-Legende Zinédine Zidane vergisst nach einem späten Siegtor alles um sich herum und legt einen Sprint für die Geschichtsbücher hin.
„Klingt vielleicht etwas verrückt ...“Zidane erklärt seinen irren Jubel nach Olise-Tor

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Zinedine Zidane schmunzelt auf der Pressekonferenz nach seinem Gefühlsausbruch auf dem Platz.
Was für eine Szene in Brüssel! Am Montagabend lief das Nations-League-Duell zwischen Frankreich und Belgien. Lange sah alles nach einem Remis aus, doch dann kam die 88. Minute und der große Moment von Bayern-Star Michael Olise.
Der Youngster bekommt in der eigenen Spielfeldhälfte die Kugel, startet ein Solo und versenkt den Ball eiskalt im Netz. Ein Treffer, der bei seinem Coach Zinédine Zidane (54) alle Sicherungen durchbrennen ließ.
Zidane über seinen Ausraster:
Der sonst so beherrschte Weltmeister rannte im feinen Anzug am Spielfeldrand entlang, als gäbe es kein Morgen. Im Vollsprint kickte er dann noch einen Ball von einem Hütchen. So emotional hat man „Zizou“ noch nie gesehen!
Nach der Partie versuchte die Fußball-Ikone, die unglaublichen Augenblicke zu beschreiben. Gegenüber dem Sender „TF1“ erklärte er: „Ich sah ihn dribbeln (Olise, Anm. d. Red.), und dachte mir: ‚Der trifft!‘ Ich stand voll hinter ihm.“ Das berichtet „sportbild.bild.de“.
Er schien selbst von seiner eigenen Reaktion überrascht zu sein. Mit einem Lächeln fügte er hinzu: „Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, was ich da gemacht habe! Sicher ist nur, dass ich Michaels (Olise; d.Red.) Spielzug verfolgt habe, weil ich dachte, er würde dribbeln. Und dann hat er einen außergewöhnlichen Spielzug gemacht. Als ich den Ball sah, musste ich einfach draufschießen. Klingt vielleicht etwas verrückt, aber halb so wild.“
Den irren Zidane-Jubel könnt ihr euch hier anschauen:
Für Zidane, der als Aktiver 108-mal das Trikot Frankreichs trug und 1998 Welt- sowie 2000 Europameister wurde, ist es der zweite Erfolg im zweiten Match als Coach. Er hatte das Amt nach der WM in diesem Sommer von Didier Deschamps übernommen. Sein Arbeitspapier ist bis Sommer 2030 datiert. Sein Debüt gegen die Türkei hatte er 1:0 gewonnen. (red)
