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Kommentar Fehlende Fans, schwache Quoten, platte Stars: Nations League bleibt ein Rohrkrepierer

Deutschlands Joshua Kimmich (2.v.l) bedankt sich nach dem Spiel mit der Mannschaft bei den Fans.

Erschöpft nach 90-minütiger Hitzeschlacht in Bologna bedanken sich die deutschen Spieler am 4. Juni 2022 bei ihren Fans.

Bei vielen Fans und auch Spielern sorgt die Nations League nicht gerade für Begeisterung. Die ersten Begegnungen zeigten, dass der UEFA-Wettbewerb als Pflichtaufgabe angesehen wird. Ein Kommentar.

Die dritte Auflage der Nations League hat begonnen. Viele große Nationen enttäuschten zum Auftakt. Die Stadien waren dürftig gefüllt, die TV-Quoten niedrig. Ein Kommentar zu den Gründen.

In der wunderschönen alten Stadionschüssel von Bologna blieben am Samstagabend (4. Juni 2022) beim über weite Strecken zähen 1:1 zahlreiche Plätze leer. Nur 23.754 Fans wollten sich den Klassiker Italien gegen Deutschland live anschauen. Auch im deutschen Fanblock war noch reichlich Platz.

RTL zählte mit im Schnitt 5,97 Millionen Zuschauenden auch eine eher unterdurchschnittliche Quote. Bei anderen Begegnungen sah es ähnlich aus: England ließ sich lustlos in Ungarn 0:1 schlagen, Weltmeister Frankreich unterlag zu Hause Dänemark mit 1:2.

RTL mit dürftiger Quote beim Klassiker Italien gegen Deutschland

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Der Auftakt in die dritte Auflage der Nations League bot mehrere Anhaltspunkte, warum dieser von der UEFA ins Leben gerufene Wettbewerb keine Akzeptanz findet. Der künstlich geschaffene Reiz von angeblichen Pflichtspielen löst weder bei Aktiven noch bei Fans Begeisterung aus. Viele Teams wickeln die Duelle nur als Pflichtaufgabe ab.

Gerade in diesem Jahr, mit der furchtbaren Weltmeisterschaft zum Jahresende in Katar, hätte es dieses Kunst-Format Nations League nicht gebraucht. Wenn die deutschen Nationalspieler am 15. Juni in ihre Heimatstädte zurückkehren, fängt bei den meisten Vereinen wenige Tage später schon wieder die Saison-Vorbereitung an. Heißt: Die Top-Spieler werden erneut verspätet einsteigen.

Seit drei Wochen könnten die wichtigsten Leistungsträger der Bundesliga-Vereine schon im Urlaub sein. Sie könnten bald ausgeruht das Training auf die neue Saison starten, diese hätte sogar zwei Wochen früher beginnen können. So wäre im November auch Zeit gewesen, um vor der WM ein knackiges Trainingslager mit ein, zwei Testspielen einzulegen.

Alles wäre sinnvoller gewesen, als jetzt die Stars mit Trainingslagern irgendwie in Bewegung zu halten und sie noch durch ein Vier-Spiele-Programm binnen elf Tagen zu prügeln. Aber die UEFA will natürlich die Kassen füllen. Was kann sie schließlich dafür, dass Weltverband FIFA im Winter noch eine WM in der Wüste veranstaltet!

UEFA und FIFA blähen lieber ihre Wettbewerbe immer weiter auf

Hansi Flick (57) hat aus der katastrophalen Situation das Beste gemacht. Er hat die richtige Mischung aus Entspannung und professioneller Arbeit gefunden. Natürlich will der Bundestrainer Leistung und Erfolge sehen. Aber er weiß auch, dass es schwierig ist, Spieler wie die aus München, bei denen schon vor Wochen die Anspannung abgefallen ist, nun noch einmal heiß auf den Plastik-Cup Nations League zu machen.

Das Aufblähen von internationalen Wettbewerben und das Schaffen immer neuer Formate führt zu immer schlechteren Spielen, ungesunder Überlastung der Spieler und wachsendem Desinteresse der Fans. Leider wollen die Verantwortlichen in den Fußball-Verbänden nicht begreifen, dass sie immer mehr Rohrkrepierer produzieren.

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