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Protest mit WirkungKanadisches Frauen-Team trifft Vereinbarung für bessere Bedingungen

Die Kanadierinnen Sophie Schmidt (r.) und Adriana Leon besprechen sich vor einem Freistoß.

Copyright: IMAGO/Sports Press Photo

Sophie Schmidt (r.) und Adriana Leon beim Spiel der kanadischen Frauen-Nationalmannschaft gegen Japan am 22. Februar 2023.

Seit Monaten kämpft die kanadische Frauen-Nationalmannschaft für besser Bedingungen und eine Angleichung der Bezahlung. Nun haben sie mit dem Verband Canada Soccer eine vorläufige Vereinbarung getroffen.

Der kanadische Fußballverband hat nach dem Protest der Spielerinnen im Kampf um Geschlechtergerechtigkeit Anfang März 2023 eine vorläufige Förderungsvereinbarung mit der Frauen-Nationalmannschaft getroffen. Diese beinhalte laut Canada Soccer, ähnlich wie bei den Männern, finanzielle Anreize pro Spiel und eine ergebnisabhängige Vergütung.

„Hier geht es um Respekt, um Würde und um die Angleichung der Wettbewerbsbedingungen in einer Welt, die grundsätzlich ungleich ist“, sagte der Generalsekretär Earl Cochrane.

Kanadischer Verband verkündet „finanzielle Anreize“ für Frauen-Team

Ein neues, übergreifendes Abkommen mit der Männer- und Frauenmannschaft, das derzeit verhandelt wird, könnte zu Änderungen der Interimsvereinbarung führen.

Die Olympiasiegerinnen um Kapitänin Christine Sinclair (39) setzen sich für Lohngleichheit und angemessene Unterstützung ein. Am Mittwoch (1. März 2023) hatte Verbandspräsident Nick Bontis seine Konsequenzen aus dem Protest gezogen und war zurückgetreten. Auf ihn folgte die ehemalige Leichtathletin Charmaine Crooks.

Die Kanadierinnen hatten sich in der Vergangenheit immer wieder über ausstehende Bezahlungen und gestrichene Mittel beklagt.

Im Februar traten sie beim SheBelivesCup nur „unter Protest“ an, wie Sinclair betonte. Beim Abspielen der Nationalhymne trugen sie lila T-Shirts mit der Aufschrift „Es reicht“.

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Zudem fordere die Frauen-Mannschaft vor der Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland diesen Sommer gleiche Unterstützung, die die Männer bei der WM in Katar erhalten haben. Ihnen wurde nämlich angeblich mitgeteilt, dass in der Vorbereitung kein Heimspiel mehr stattfinden würde.

Das Verhältnis zum Verband sei seit Jahren angespannt, was auch der Protest der Männer-Mannschaft um Bayern-Verteidiger Alphonso Davies (22) untermauert. Im vergangenen Jahr waren sie zum Testspiel gegen Panama nicht angetreten, um für eine stärkere Professionalisierung und eine höhere Beteiligung an Prämien zu kämpfen.  (sid, fr)

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