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„Mit welchem Recht?“Serbien-Trainer platzt nach DFB-Spiel der Kragen

Riesen-Zoff nach dem Abpfiff: Serbiens Coach Veljko Paunović war nach der 0:2-Niederlage gegen die DFB-Elf fuchsteufelswild. Doch seine Wut galt nicht den eigenen Spielern!

Das Spiel endete mit einem 0:2 gegen die DFB-Auswahl, aber die eigentliche Aufregung folgte erst im Anschluss. Nach Spielende geriet der serbische Coach Veljko Paunović (49) regelrecht außer sich und wirkte sichtlich emotional.

Auslöser dafür war jedoch keineswegs die Performance seines Teams. Dieses kam beim Debüt-Erfolg von Jürgen Klopp mit der DFB-Elf mit nur zwei Gegentreffern sogar noch glimpflich davon.

Trainer-Wutrede: Paunović kritisiert sein eigenes Land

Eine einzelne Frage eines Journalisten brachte bei Paunović das Fass zum Überlaufen. Der Medienvertreter thematisierte die ernüchternde Bilanz in der Nations League, wo die serbische Auswahl in sämtlichen drei Begegnungen eine Niederlage hinnehmen musste. Für den Chefcoach war das der Tropfen, der alles zum Überlaufen brachte, und er startete eine emotionale Tirade. Das berichtet „sportbild.bild.de“.

Der Ex-Fußballer, der in seiner Karriere auch für Atlético Madrid und Hannover 96 auflief, kritisierte scharf, die Performance allein am Resultat festzumachen. „Wir sind Serbien, ein kleines Land, und es braucht Zeit, bis wir ein System etablieren“, so der Beginn seiner Rechtfertigung. Er betonte, das Team vor zwölf Monaten in einer miserablen Verfassung angetroffen zu haben und aktuell mitten in einer Neuausrichtung zu stecken.

Vor allem die fehlende Geduld im eigenen Land machte ihm sichtlich zu schaffen. „Jeder, der uns nahesteht, weiß, dass wir daran arbeiten, die schlechte Stimmung umzudrehen“, erklärte der Coach. Er führte aus, dass wichtige Stützen reaktiviert und hoffnungsvolle Talente eingebunden wurden, um eine neue Spielphilosophie zu etablieren. Sein eindringlicher Appell lautete: „Aber das braucht Zeit.“

Gegen hochkarätige Kontrahenten sei diese Entwicklung natürlich besonders herausfordernd, und das Leistungslimit seiner Mannschaft sei bei Weitem noch nicht erreicht. „Wir sind noch nicht dort, wo wir eines Tages sein könnten“, erläuterte der Trainer, ehe er zu einer Generalabrechnung ansetzte: „So ist es nun einmal für uns auf dem Balkan. Mit welchem Recht glauben wir immer, dass wir es besser wissen als die anderen?“

Ganz anders als seine Verärgerung über die Medienvertreter fiel sein Urteil über die Vorstellung seines Teams aus, denn damit war Paunović einverstanden. „Ich bin stolz auf die Jungs. Wir liegen zurück und die Jungs lassen sich nicht hängen, jagen den Deutschen hinterher und sind eng an ihnen dran, um zu zeigen: Wir sind da. Genau das suche ich.“

Es bleibt abzuwarten, ob diese Mentalität im leistungsorientierten Fußball langfristig genügt. Am Sonntagabend bekommen es die Serben mit den Niederlanden zu tun – die nächste Chance auf Punkte. (red)