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Skandal um Manchester CityJetzt will sogar der Ex-Chef den Zwangsabstieg

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Der Fall Manchester City eskaliert! Ein früherer Boss des Vereins verlangt nach dem Urteil im Finanz-Drama nun den Rauswurf aus der Liga.

Die Lage für Manchester City spitzt sich dramatisch zu! Ein wegweisendes Urteil wegen Regelbrüchen bei den Finanzen in der Premier League hat eine Welle der Empörung ausgelöst.

Die Rufe nach einer empfindlichen Bestrafung für den Spitzenverein aus England werden unüberhörbar. Und jetzt mischt sich auch noch der ehemalige Klub-Boss David Bernstein ein und verlangt den Ausschluss der Skyblues aus Englands Elite-Liga.

Mega-Betrug? Hunderte Millionen Pfund verschleiert

Gegenüber der BBC äußerte sich Bernstein mit klaren Worten: „Wenn sich all das bestätigt und die Berufung scheitert, kann Manchester City nicht in der Premier League bleiben. Der Klub muss eine schwere Strafe erhalten, die ihn aus der Premier League entfernt. Das sage ich als Unterstützer und Fan seit 70 Jahren.“ Das berichtet „sportbild.bild.de“.

Der Vorwurf lautet: Der Klub soll über einen langen Zeitraum mittels fingierter Verträge mit Sponsoren Gelder in Höhe von über 830 Millionen Pfund (umgerechnet circa 969 Millionen Euro) vertuscht haben. Ein unabhängiges Gremium sprach Manchester City deswegen am Dienstag in sämtlichen Punkten der Anklage schuldig. Bis Freitag bleibt dem Verein noch die Möglichkeit, Einspruch gegen die Entscheidung zu erheben.

Die Klubführung weist die Anschuldigungen jedoch energisch von sich. Von einer „Verschwörungstheorie der Premier League“, die zu diesem Schuldspruch geführt habe, sprach der Geschäftsführer Ferran Soriano. Dem Verein stehen nun harte Strafen bevor, die von einem erheblichen Punkteabzug bis hin zum kompletten Rauswurf aus der Premier League reichen könnten.

Eine simple finanzielle Strafe kommt für Bernstein aber nicht infrage. „Die Sanktionen dürfen sich nicht auf Geld beschränken. Geld bedeutet den Eigentümern aus Abu Dhabi nicht viel“, meint der 83-Jährige. Für ihn steht das Ansehen der kompletten Liga auf dem Spiel: „Die Premier League hat davon gesprochen, dass über mehrere Jahre falsche Unterlagen und ein bestimmtes Verhaltensmuster vorgelegen hätten. Das ist geradezu unglaublich.“

Die Empörung reicht weit über den Klub hinaus. Roy Keane, der frühere Kapitän von Manchester United, war außer sich: „Wenn ich Spieler wäre, würde ich diese Medaillen zu 100 Prozent in die Tonne werfen. Natürlich würde man das – es ist Betrug.“

Keane legte nach: „Sie wussten, dass sie damit vielen Menschen schaden würden, aber sie haben es trotzdem getan.“ Selbst die britische Sportministerin Lisa Nandy fand deutliche Worte und bezeichnete den Premier-League-Bericht als „in seiner Deutlichkeit erschütternd“. (red)