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Riesen-Eklat vor Hass-DuellFußball-Klassiker abgesagt: Gäste-Trainer durch Steinwurf verletzt

Der Mannschaftsbus von Olympique Lyon steht in den Katakomben des Stadions von Olympique Marseille.

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Bei einem Angriff mit Steinen auf den Mannschaftsbus von Olympique Lyon vor dem Auswärtsspiel bei Olympique Marseille ist Trainer Grosso am Sonntag (29. Oktober 2023) am Kopf getroffen und verletzt worden.

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Die feige Attacke auf den Mannschaftsbus der Gäste hat zur Absage des französischen Fußball-Klassikers zwischen Olympique Marseille und Olympique Lyon geführt. Trainer Fabio Grosso wurde bei dem Angriff verletzt.

Skandalöse Szenen haben für eine Absage des französischen Fußball-Klassikers zwischen Olympique Marseille und Olympique Lyon geführt. Das eigentlich für Sonntag (29. Oktober 2023) um 20.45 Uhr angesetzte Match wurde kurz vor dem eigentlich geplanten Anpfiff abgesagt.

Bei einem Angriff mit Steinen auf den Mannschaftsbus von Olympique Lyon war Trainer Fabio Grosso (45) getroffen und verletzt worden, offenbar durch Glassplitter einer zerstörten Seitenscheibe im Frontbereich. Bilder zeigten ihn nach der Ankunft am Stadion mit einem Turban um den Kopf und blutverschmierten Händen.

Fans von Olympique Marseille erzwingen Spielabsage mit Steinwürfen

Fotos aus dem Stade Velodrome in der französischen Hafenstadt zeigten den Bus der Gäste mit mehreren zerstörten Scheiben. Auf der rechten Seite war auf Höhe der ersten Sitzreihen ein Fenster komplett zu Bruch gegangen, dort saß beim Einschlag mehrerer geworfener Steine offenbar Grosso.

Fotos in den sozialen Netzwerken zeigten den italienischen Weltmeister von 2006 mit einem Turban am Kopf, andere Aufnahmen ließen blutende Schnittwunden im Augenbereich erkennen. Auch im hinteren Bereich waren Wurfgeschosse auf den Bus eingeprasselt, dort hielt jedoch der innere Teil der Mehrfach-Verglasung Stand und schützte die dort sitzenden Lyon-Profis.

Das in Frankreich als „Choc des Olympiques“ (Deutsch: „Olympique-Duell“) bekannte Duell zwischen den beiden Traditionsvereinen gilt seit jeher als hitzig. Im November 2021 war die Partie in Lyon nach einem Flaschenwurf auf den damaligen Marseille-Star Dimitri Payet (36) abgebrochen worden.

In Marseille, ohnehin ein heißes Pflaster, wo es im vergangenen Jahr auch in der Champions League massive Ausschreitungen rund um das Gruppenspiel gegen Eintracht Frankfurt (0:1) gegeben hatte, wurde das Spiel nun nicht einmal angepfiffen. Frankreichs Sportministerin Amélie Oudéa-Castera (45) bezeichnete die Absage gegenüber „RMC“ als einzig richtige Entscheidung.

Schiedsrichter Francois Letexier (34) erklärte gegenüber Amazon Prime Video, dass es zwei Verletzte im Lager der Gäste gegeben habe und Lyon nach den Vorfällen kategorisch ausgeschlossen habe, zum Spiel anzutreten. Die Polizei berichtete in einer ersten Mitteilung von sieben Festnahmen, davon zwei in Verbindung mit den Steinwürfen.

Marseille-Boss Pablo Longoria (37) verurteilte die Vorfälle aufs Schärfte: „Das ist komplett inakzeptabel. Ich bin in Gedanken bei Fabio Grosso. Diese Personen sind geistesgestört, einfach nur geistesgestört. Sie haben ein Fest mit 65.000 Fans in einem vollen Stadion zerstört, auch wenn es außerhalb passiert ist. Ich bin verärgert und erschüttert.“

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Neben dem Mannschaftsbus der Gäste sollen laut der Sport-Tageszeitung „L'Équipe“ auch mehrere Busse mitgereister Fans angegriffen worden sein, auch hierbei habe es Verletzte gegeben. Videos in den sozialen Netzwerken zeigten auch den Beschuss eines Fanbusses mit Raketen und anderer Pyrotechnik. Auf einem späteren Foto war beim Bus auf der linken Seite kaum mehr eine intakte Scheibe vorhanden.

Wie die französische Ligue 1 mit der Spielwertung umgeht, war kurz nach Bekanntgabe der Absage noch nicht bekannt. Nach zahlreichen Fan-Eklats in den vergangenen Jahren hatte der Liga-Verband mehrmals drastische Strafen bis hin zu Punktabzügen ausgesprochen. Lyon, zu Beginn der Zweitausender-Jahre noch Serienmeister in Frankreich, war nach einem katastrophalen Saisonstart als abgeschlagener Letzter nach Marseille gereist. Trainer Grosso ist bei OL erst seit Mitte September im Amt.

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