„Ausgesprochen dürftig“ Langjähriger Trikot-Sponsor schießt scharf gegen Borussia Dortmund

Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender des Spezialchemiekonzerns Evonik, spricht bei der Präsentation der Jahreszahlen in der Zentrale.

Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender des Spezialchemiekonzerns Evonik, hat die Leistungen von Borussia Dortmund kritisiert. Das Bild zeigt ihn bei einer Präsentation im Jahr 2018.

Viel wurde in den vergangenen Tagen über Borussia Dortmund berichtet. Trennung von Trainer Marco Rose, Abgang von Erling Haaland. Nun äußerte auch noch der Trikot-Sponsor deutliche Kritik.

Die Fans von Borussia Dortmund dürften sich gefreut haben, als vor rund zwei Wochen die Saison für die Schwarz-Gelben beendet war. Zu schwach war die Ausbeute der Dortmunder in der Spielzeit 2021/22 gemessen an den Ansprüchen, die der BVB und seine Verantwortlichen an sich selbst haben.

Aufgrund der schwachen Leistung – vor allem in DFB-Pokal und Champions und Europa League – übte nun auch Sponsor Evonik Kritik an Borussia Dortmund. Das zweitgrößte Chemieunternehmen Deutschlands ist Trikot-Sponsor des BVB – und zwar ausgerechnet in sämtlichen Pokal-Wettbewerben.

Borussia Dortmund: Enttäuschende Saison in Pokal-Wettbewerben

Keine Titel, frühes Aus in der Champions League, frühes Aus in der Europa League und frühes Aus im DFB-Pokal lautete die Bilanz von Borussia Dortmund am Ende der Saison. Immerhin für die Champions League in der kommenden Saison sind die Schwarz-Gelben qualifiziert. Nach der Saisonabschlussanalyse folgte die Trennung von Trainer Marco Rose (45).

Alles zum Thema Marco Rose

Eine deutlich bessere Spielzeit wünschen sich die BVB-Fans jetzt unbedingt. Doch nicht nur die – denn Trikot-Sponsor Evonik äußerte nun ebenfalls Kritik an den diesjährigen Dortmunder Leistungen. Auf der Hauptversammlung des börsennotierten Chemieunternehmens kamen Fragen nach den Auswirkungen der schwachen Dortmunder Leistungen auf den Aktienkurs von Evonik auf.

Evonik-Chef „Auftritt des BVB ausgesprochen dürftig“

Vorstandschef Christian Kullmann (53), der beim BVB als Aufsichtsratsvorsitzender tätig ist, beruhigte: „Die Minderheitsbeteiligung am BVB und die sportlichen Leistungen der Mannschaft haben keinerlei Auswirkungen auf den Kurs der Aktie von Evonik Industries.“

Wohl aber merkte Kullmann an, dass „der Auftritt des BVB in den internationalen Wettbewerben in diesem Jahr auch von uns als ausgesprochen dürftig beurteilt wird.“ und ließ damit die Enttäuschung über die Leistungen durchklingen. Bereits seit 2006 ist Evonik Sponsor von Borussia Dortmund.

Immerhin wurden die Sponsoring-Ausgaben des Unternehmens durch einen erfolgsabhängigen Vertrag deutlich gesenkt: „Die Kosten wurden dadurch auf etwa acht Millionen Euro im Vergleich zu den Vorjahren halbiert. Die genauen Beträge sind abhängig von den Erfolgen des Teams“, erläuterte Kullmann. Die durchaus zufriedenstellende Leistung in der Liga (zweiter Tabellenplatz) hat dabei keine Auswirkungen auf Evonik. Bei Spielen in der Bundesliga ziert die Werbung von Internetdienstanbieter 1&1 die Trikots.

Titeljagd mit Trainer Terzic und Neu-Stars Süle, Adeyemi, Özcan & Co.

Dennoch will Borussia Dortmund mit Roses Vorgänger und Nachfolger Edin Terzic (39) in der kommenden Spielzeit in der Liga wieder den FC Bayern München angreifen. Aber auch in der Champions League sollen wieder Achtungserfolge her.

Mit den Neuverpflichtungen von Niklas Süle (26) und Nico Schlotterbeck (22) soll die zuletzt wackelige Defensive stabilisiert werden. Zudem soll Salih Özcan (24) vom 1. FC Köln bereits vor der Abwehr aufräumen und so den Dortmunder Offensivkünstlern um Haaland-Ersatz Karim Adeyemi (20) den Rücken freihalten.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.