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Kuss-Eklat immer verrückterSpanien-Boss wehrt sich mit wilder Drohung – aber Fifa greift durch

Aktualisiert:

Im Kuss-Skandal hat der spanische Fußballverband RFEF Weltmeisterin Jennifer Hermoso der Lüge bezichtigt und ihr rechtliche Schritte angedroht.

Der Kuss-Skandal bei der Medaillen-Vergabe an Spanien nach dem Finale der Frauenfußball-Weltmeisterschaft geht in die nächste Runde.

Nachdem Jennifer Hermoso (33) am Freitagabend (25. August 2023) in einem emotionalen Statement bei Instagram erneut ihre Sicht der Dinge offengelegt hatte, veröffentlichte der spanische Fußballverband RFEF eine Erklärung und kündigte an „geeignete rechtliche Schritte einzuleiten, um die Ehre des Präsidenten zu verteidigen“.

Wirbel um Luis Rubiales: Verband RFEF greift Jennifer Hermoso an

Bei der Siegerehrung nach dem gewonnenen WM-Finale hatte Spaniens Verbandspräsident Luis Rubiales (45) die Spielerin Hermoso vor laufenden TV-Kameras auf den Mund geküsst. Das löste eine weltweite Welle der Empörung aus.

Rubiales wies die Schuld von sich, sprach von einem „einvernehmlichen Kuss“ und nannte die Aufregung „idiotisch“. Hermoso fühlt sich hingegen als „Opfer eines Übergriffs“ und streitet die Einvernehmlichkeit vehement ab.

Am Freitagabend reagierte der Verband auf die neuen Aussagen der 33-Jährigen und wollte detailliert anhand von vier angehängten Fotos demonstrieren, dass der Präsident nicht lüge und seine Version absolut wahr sei. Auf den Kuss geht der Verband in der Erklärung nicht ein.

Versuche der RFEF, mit Hermoso in Kontakt zu treten, seien „zu keinem Zeitpunkt gelungen“. Rubiales hatte zuvor angekündigt, nicht von seinem Amt zurückzutreten, was einen Streik der spanischen Nationalspielerinnen zur Folge hatte. 

Fifa suspendiert Spanien-Boss Luis Rubiales

Die Fifa bezog derweil am Samstag eindeutig Stellung und hat Rubiales vorerst suspendiert. Das teilte der Fußball-Weltverband am Samstag mit. Rubiales ist damit für alle fußballbezogenen Aktivitäten auf nationaler und internationaler Ebene gesperrt.

Die Sperre gilt vorläufig für 90 Tage, abhängig vom Disziplinarverfahren, das die Fifa am Donnerstag eingeleitet hatte. Gleichzeitig ordnete der Weltverband an, dass Rubiales weder persönlich noch durch eine dritte Person Kontakt zu Nationalspielerin Jennifer Hermoso oder ihrem direkten Umfeld aufnehmen darf.  Gleiches gelte auch für den Verband RFEF und dessen Funktionäre sowie Mitarbeiter.

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