Ein fieser Tritt, eine schwere Verletzung und ein Richterspruch, der an die Genesung des Gegners gebunden ist. Ein bislang wohl einmaliger Vorgang im Fußball.
Krasse Strafe nach Brutalo-FoulRot-Sünder so lange raus wie sein Opfer!

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Victor Gabriel schleicht nach seiner Roten Karte vom Platz. Er wird lange pausieren müssen.
Das ist nichts für schwache Nerven! Eine Horror-Grätsche im brasilianischen Fußball zieht für Abwehrspieler Victor Gabriel vom Klub Internacional eine krasse Folge nach sich.
Passiert ist das Ganze am 22. Juli in der brasilianischen Série A. Gabriel sprang seinem Mitspieler mit offener Sohle entgegen, traf ihn mit voller Wucht. Für sein brutales Tackling, bei dem sein Gegenspieler Gabriel Pec eine Schienbeinfraktur erlitt, sah er die Rote Karte. So weit, so normal.
„Ich bat ihn, mir zu verzeihen“
Jetzt hat ein Sportgericht in Brasilien aber eine Strafe ausgesprochen, die einmalig ist: Die Zwangspause für Victor Gabriel dauert so lange, bis der lädierte Cruzeiro-Prpfi Pec wieder genesen ist und ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Maximal kann die Auszeit sechs Monate, sprich 180 Tage, betragen. Das berichtet „Daily Mail“.
Brasiliens höchstes Sportgericht (STJD) fällte nun die Entscheidung und befand, eine normale Sanktion werde der Heftigkeit des Fouls nicht gerecht. Einspruch gegen das Urteil vom Dienstag (28. Juli) ist möglich.
Im Laufe der Verhandlung gab sich Victor Gabriel voller Reue. „Es war ein absolut unglücklicher Vorfall“, erklärte er. „Ich habe mich bei ihm entschuldigt und meine Hilfe angeboten. Ich bat ihn, mir zu verzeihen, da ich keine böse Absicht hatte, und alles, was ich in diesem Moment tun konnte, war, für ihn zu beten.“
Eine skurrile Note bekam der Fall durch Gabriels Klub Internacional. Dessen Juristen präsentierten dem Gericht eine Tonaufnahme des VAR als Beweisstück zur Entlastung des Übeltäters. Deren Authentizität wurde aber infrage gestellt. Die Verteidiger beantragten daraufhin selbst, das Audio-Material fallenzulassen, weil die Quelle unklar war.
Internacional gab später in einer Mitteilung auf der Vereins-Homepage zu, dass die engagierte Rechtsfirma einen Audio-Mitschnitt nutzte, der im Netz die Runde machte. Sowohl der Verein als auch die Anwälte versicherten, niemals mit unlauteren Absichten vorgegangen zu sein. Es sei ein Irrtum bei der Beschaffung und Nutzung des Beweismaterials passiert, der umgehend durch die Forderung, die Aufnahme aus der Verhandlungsakte zu streichen, behoben wurde.
Für den gefoulten Gabriel Pec ist die Situation richtig bitter: Der Angreifer kam erst im Juli von LA Galaxy aus der Major League Soccer nach Brasilien und feierte in jenem Match seinen Einstand bei Cruzeiro. Sein Team gewann das Spiel schlussendlich mit 2:1. (red)
