Jürgen Klinsmann nimmt sich den italienischen Fußball hart zur Brust. Der ehemalige Bundestrainer findet deutliche Worte nach der herben Final-Pleite in den WM-Playoffs.
Klinsmann-Rüffel nach Italien-Debakel„Musiala und Yamal wären in der Serie B“
Zum dritten Mal in Serie ist der Traum geplatzt! Italien schaut bei der WM nur zu und das ganze Land sucht nach Antworten. Nun äußert sich Jürgen Klinsmann (61) – und seine Einschätzung trifft den Stolz des italienischen Fußballs empfindlich. Der Champion von 1990 weiß, wovon er spricht, denn er war selbst für Inter Mailand und Sampdoria Genua in der Serie A am Ball.
Gegenüber der italienischen „Gazzetta dello Sport“ wirkte er sichtlich mitgenommen. „Ich habe sehr mit meinen italienischen Freunden in Los Angeles gelitten“, so Klinsmann.
Klinsmann: „Fehlendes Vertrauen in junge Talente“
Das bittere Aus in den Playoffs gegen Bosnien-Herzegowina hat ihn anscheinend sehr beschäftigt. „In der Nacht konnte ich kaum schlafen“, räumte er ein. Das berichtet „Sport1“.
Für Klinsmann ist die Ursache glasklar. Seine ungeschminkte Analyse lautet: „Italien zahlt den Preis für seinen Mangel an Führungsspielern, technisch versierten Spielern und dem fehlenden Vertrauen in junge Talente“.
Anschließend legt er den Finger tief in die Wunde und macht mit einer provokanten Gegenüberstellung das Dilemma der Nachwuchsförderung bei Italiens Spitzenvereinen deutlich. Mit einem ironischen Beiklang meint er: „In Italien würden Yamal und Musiala wahrscheinlich in die Serie B geschickt werden, um dort Erfahrung zu sammeln“.
Lamine Yamal (18) zählt unter Hansi Flick beim FC Barcelona bereits zum Stammpersonal und überragt mit seinen starken Qualitäten. Und Jamal Musiala gab sein Debüt für den FC Bayern München schon mit zarten 17 Jahren.
Klinsmann bemängelt zudem die generelle Spielidee vieler italienischer Coaches. Häufig sei das Ziel, eine Niederlage zu vermeiden, statt kompromisslos den Sieg anzustreben. „Und das sind die Resultate“, so seine Meinung. Die Folgen des Debakels kamen prompt: Teamchef Gennaro Gattuso wurde entlassen und auch Verbandschef Gabriele Gravina räumte seinen Posten. (red)
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