Kaum zu fassen: Ein Coach wird nach dem Westderby in Österreich von einem Kind angegriffen und im Gesicht verletzt.
„Nicht einmal zehn“Kind schleudert Becher auf Zweitliga-Trainer

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Die Folgen des Becherwurfs waren im Interview auf Christian Schaiders Nasenrücken zu sehen.
Ein schockierendes Ereignis hat am Freitagabend die Wiederauflage des Westderbys in Österreichs zweiter Fußball-Liga überschattet. Christian Schaider (49), der Coach der Gäste, wurde nach dem 1:0-Erfolg von Austria Salzburg bei Wacker Innsbruck von einem Becher getroffen.
Das Erschütternde: Bei dem Übeltäter handelte es sich laut Schaiders Vermutung um ein Kind, das, „glaube ich, nicht einmal zehn war“. Die Attacke hinterließ sichtbare Spuren beim Trainer: Er trug eine Platzwunde an der Nase davon. Das berichtet „bild.de“.
Coach fordert Umdenken: „In unserer Gesellschaft läuft etwas falsch“
Im Interview mit dem ORF schilderte Schaider die Szene so: „Kurz nach Abpfiff habe ich mich umgedreht und mit einem eigenen Fan abgeklatscht. Da ist ein Kind in der zweiten Reihe gestanden, hat den Becher geschmissen und ist danach gleich weg gewesen.“
Schaider sieht in dem Zwischenfall mehr als eine simple Entgleisung. „Wir müssen in unserer Gesellschaft ein bisschen umdenken, weil, wenn Kinder im Stadion einem einen Becher ins Gesicht schmeißen, dann ist irgendwas falsch in unserer Gesellschaft“, lautete seine deutliche Aussage.
Er unterstrich, dass ein solches Verhalten auf einem Sportplatz fehl am Platz sei und eine andere Erziehung für Kinder notwendig wäre. „Das ist ein nicht würdiger Abschluss dieses Spiels“, urteilte der Trainer.
Dabei hätte die Austria aus sportlicher Sicht allen Anlass zum Jubeln gehabt. Im Tivoli-Stadion in Innsbruck sicherten sich die Salzburger den Auswärtssieg vor einem Zuschauerrekord von 16.125 Fans. Unter den Anwesenden befanden sich etwa 1.100 Anhänger aus Salzburg. Das entscheidende Tor des Spiels markierte Christian Gebauer (32) per Kopfball nach einer Freistoßflanke in der 52. Spielminute.
Der Becherwurf des Jungen blieb jedoch nicht das einzige hässliche Vorkommnis des Abends. Laut Berichten des ORF Tirol randalierten auch erwachsene Anhänger von Wacker. Etwa 150 mehrheitlich maskierte Fans rissen eine Absperrung im Osten des Stadions nieder. Die Polizei vermutet, dass sie es auf die Fans der Gastmannschaft abgesehen hatten. Dabei schossen die Randalierer auch Feuerwerkskörper gezielt in Richtung der Sicherheitskräfte und der Salzburger Fans. (red)
