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Führung aus der Hand gegebenFortuna verliert Spitzenspiel gegen Saarbrücken

Fortuna-Profi Jorrit Hendrix schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.

Copyright: IMAGO/DeFodi Images

Fortuna-Kapitän Jorrit Hendrix nach einer vergebenen Chance gegen Saarbrücken.

Der nächste Rückschlag für Fortuna Düsseldorf. Im Spitzenspiel der 3. Liga gab es für die Rot-Weißen eine 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Saarbrücken.

Die ergebnistechnische Achterbahnfahrt der Fortuna geht munter weiter! Nur drei Tage nach dem Last-Minute-Sieg in Münster gab es für die Mannschaft von Trainer Alexander Ende (47) vor heimischem Publikum gegen den 1. FC Saarbrücken den nächsten Nackenschlag.

Trotz früher Führung gab es im Spitzenspiel der 3. Liga eine 1:3-Niederlage für Düsseldorf. Dabei waren beide Teams zum Siegen verdammt: Punktgleich mit 14 Zählern benötigte sowohl die Fortuna als auch Saarbrücken einen Dreier, um den Anschluss an Duisburg und Viktoria Köln nicht zu verlieren.

Traumkombination zur frühen Führung durch Paulina

Im Vergleich zum Sieg unter der Woche in Münster musste Ende gleich vier Wechsel in der Startelf vornehmen. Van der Sloot und Consbruch rückten für Zimmermann und Förster in die Anfangsformation, zudem starteten in der Spitze Hottmann und Paulina für Schleusener und den erkrankten Slimani.

Und die neu formierte Offensive legte gleich los wie die Feuerwehr. Schon in den ersten sieben Minuten sorgte Paulina zweimal für Gefahr. Consbruch eroberte zudem einmal gut den Ball, den anschließenden Schuss setzte Kapitän Hendrix allerdings knapp neben das Tor.

Die Druckphase war damit aber noch nicht vorbei. In der 10. Minute folgte ein Spielzug aus dem Lehrbuch: Oberdorf mit einem öffnenden Pass auf Consbruch. Der Zehner legte direkt ab auf Hendrix, der mit einem perfekten Pass in die Gasse Paulina auf die Reise schickte. Vom zuletzt so glücklos wirkenden Angreifer sahen die Gäste nur die Rücklichter. Ansatzlos schweißte er das Ding in die Maschen und bejubelte seinen ersten Treffer im Trikot der Fortuna.

Die Freude bei den Fans in der Stockumer Arena hielt allerdings nicht lange. Mit der ersten Chance erzielten die Gäste aus Saarbrücken den Ausgleich. Ein langer Diagonalball nur drei Minuten später hebelte die gesamte Fortuna-Abwehr aus. Torjäger Kai Brünker ließ sich diese Möglichkeit nicht nehmen und traf aus spitzem Winkel in die lange Ecke.

Saarbrücken dreht das Spiel – Fortuna offensiv zu harmlos

Anders als zunächst angenommen verkraftete die Ende-Elf den Nackenschlag aber gut. Auch im weiteren Verlauf waren die Rot-Weißen die spielbestimmende Mannschaft. Nur auf der Anzeigetafel sah man diese Überlegenheit nicht.

Nach der Pause stachen stattdessen dann die Saarländer zu! Und für zwei Fortunen wurde es unangenehm. Nach einem verlängerten Ball von Brünker dribbelte plötzlich Osuwu alleine auf die Abwehr zu. Zunächst ließ er Egouli stehen und spielte den Innenverteidiger schwindelig und dann rutschte auch noch der heranrauschende Oberdorf ins Nichts. Frei vor Lord versenkte der Flügelflitzer das Ding flach in der rechten Ecke – was für eine Einzelleistung.

Vom Gejagten wurde die Fortuna also zum Jäger. Wie am Fließband flogen die Flanken in den Strafraum, doch verwerten konnte diese keiner. Ein großes Problem dabei war abermals die Harmlosigkeit der Abteilung Attacke. Entweder fehlte der letzte Pass oder die Kugel wurde unters Stadiondach gejagt. Daran änderte auch die Einwechslung von Abwehrhüne Lukas Bornschein nichts, der mit seiner Größe als Mittelstürmer das Ding reinschädeln sollte.

Statt dem Ausgleich durfte kurz vor Schluss der Gästeblock ein weiteres Mal feiern. Einen Konter der Gäste verwertete Alexander Staff und machte damit den Deckel drauf.

Dementsprechend groß war beim Abpfiff der Jubel bei den Saarländern. Tabellarisch haben die Saarländer Düsseldorf damit erfolgreich hinter sich gelassen und zudem den Anschluss an die Aufstiegsplätze gehalten. Für die Fortuna hingegen war es ein weiterer Rückschlag im Kampf um die Rückkehr in die 2. Bundesliga.