Ein sportlich langweiliger Test-Kick erhitzt jetzt die Gemüter. Grund dafür ist allerdings nicht das Geschehen auf dem Rasen, sondern der Umgang mit einem jungen Flitzer.
Abtransport mit HalskrauseJunger Flitzer (10) brutal gestoppt: Vom Stadion direkt ins Krankenhaus

Auch in der Saisonvorbereitung werden die europäischen Top-Klubs nicht von Flitzern verschont. Die Promo-Touren rund um den Globus bieten vielen Fans die fast schon einmalige Gelegenheit, ihren Stars ganz nah zu kommen. Doch nicht jeder hält sich dabei an die Regeln.
Bei mehreren Kindern war etwa beim Test-Kick zwischen Atlético Madrid und Real Sociedad San Sebastián (0:0) die Begeisterung derart groß, dass sie nach dem im Estadio BBVA Bancomer in Monterrey (Mexiko) ausgetragenen Test-Langweiler euphorisch den Platz stürmten. Der Sicherheitsdienst ging im WM-Stadion für die Endrunde 2026 rabiat zu Werke.
Junger Flitzer (10) nach Ordner-Einsatz abtransportiert
Zu spüren bekam das ein gerade mal zehn Jahre alter Junge, der nach der Partie über den Rasen geflitzt war. Mit einem leichten Schubser wurde er in Mittelfeld-Höhe zunächst aus dem Tritt gebracht und fiel zu Boden.
Ein Security-Mitarbeiter ließ anschließend aber nicht locker, wirbelte den am Boden liegenden Knirps an dessen ausgefahrenem Arm über den Rasen. Das schmerzte nicht nur beim Hinschauen: Obwohl der Junge kurz darauf auf eigenen Füßen in Begleitung vom Feld ging, hatte der Security-Eingriff offenbar Spuren hinterlassen.
Nur wenige Minuten später musste er sich in ärztliche Behandlung begeben, wurde letztlich mit angelegter Halskrause auf einer Trage aus dem Stadion und ins Krankenhaus gebracht. Laut der Lokalzeitung „El Horizonte“ wegen Beschwerden im Nackenbereich.
Test-Kick sorgt für Aufreger und entrüstete Fan-Pfiffe
Bei Social Media wurden Videos des Vorfalls sowie eine weitere ähnliche Szene aus dem Stadion blitzschnell verbreitet. Dabei ist auch ein anderer junger Flitzer zu sehen, der vom Sicherheitsdienst mit einem Tackling zu Boden gerissen wird. In den Kommentaren entbrannten daraufhin hitzige Diskussionen.
Während die einen sich über das überharte Eingreifen echauffierten, nahmen andere die Eltern der Kinder in die Pflicht, ärgerten sich über die Flitzer. Dass bei Twitter vorschnell von einer Nackenfraktur beim abtransportierten Kind berichtet wurde, was sich später als falsch herausstellte, machte die Sache nicht besser.
So blieb das Flitzer-Thema allerdings das einzige Überbleibsel, über das nach dem torlosen Test-Kick gesprochen wurde. Weil sich die Teams beim müden 0:0 noch im Urlaubs-Modus befanden, setzte es vom enttäuschten Publikum, das Ticket-Preise von 25 Euro aufwärts gezahlt hatte, schon während der Partie lautstarke Pfiffe.
