Titel weg, Ehre nicht! Senegal antwortet auf das Skandal-Urteil mit dem Militär.
Irres Afrika-Cup-NachspielSenegal schaltet Militär ein – Pokal in Kaserne gebracht
Aktualisiert
Eine unglaubliche Wendung, beinahe zwei Monate nach dem dramatischen Finale des Afrika-Cups: Obwohl Senegal auf dem Rasen mit 1:0 nach Verlängerung gegen Marokko die Oberhand behielt, wurde dem Team am Dienstag der Titel überraschend entzogen. Die Nation aus Westafrika lässt das aber nicht auf sich sitzen und schlägt mit voller Wucht zurück.
Die Antwort aus Dakar auf den Beschluss des afrikanischen Fußballverbands (CAF) ist absolut beispiellos. Nationalcoach Pape Thiaw veranlasste am Donnerstag (19. März), dass die Trophäe in eine Hochsicherheits-Kaserne gebracht wird. Der Pokal wird dort nun von schwer bewaffneten Militärs bewacht. Es gibt sogar Bilder, die zeigen, wie einige Soldaten mit dem Siegerpokal posieren.
Nach Skandal-Urteil: Senegal bringt Pokal beim Militär in Sicherheit
Der Fußballverband von Senegal (FSF) stufte den Beschluss als „unfair, beispiellos und inakzeptabel“ ein. Er sei etwas, das „den afrikanischen Fußball in Misskredit bringt“.
Man werde sofort Protest beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne einlegen, kündigte der Verband an. Ein derartiger Prozess kann sich über ein Jahr erstrecken. Weltweit sorgt die Entscheidung für Unverständnis.
Doch die Regierung in Senegal legt sogar noch nach. Sie plant, „alle rechtlichen Mittel“ auszuschöpfen und verlangt eine weltweite Untersuchung aufgrund von „mutmaßlicher Korruption“ innerhalb der CAF. Ganz anders die Stimmung in Marokko: Dort herrscht riesiger Jubel. Fans und Presse feiern die „Atlas Lions“ schon als die neuen Titelträger und sprechen von „Endlich Gerechtigkeit“.
Der Hintergrund des Ganzen: Das Finale am 18. Januar war nach mehreren kontroversen Schiri-Entscheidungen komplett aus dem Ruder gelaufen. Ein zweifelhafter Handelfmeter für Marokko in der Nachspielzeit brachte das Fass zum Überlaufen. Das senegalesische Team verließ daraufhin im Januar für kurze Zeit geschlossen das Spielfeld.
Zuvor hatte Brahim Díaz den Elfmeter verschossen, ehe Pape Gueye in der Verlängerung den Siegtreffer für Senegal markierte. Marokko protestierte danach gegen die Wertung – und bekam jetzt Recht. (red)
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