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„Egal, was passiert“ Hertha-Star Kevin-Prince Boateng verkündet sein Karriereende

Kevin-Prince Boateng spricht in einer Medienrunde zu den Journalisten.

Hertha-Profi Kevin-Prince Boateng im Trainingslager in Kienbaum bei einer Medienrunde am 28. Juni 2022.

Der mittlerweile 35-jährige Hertha-Profi Kevin-Prince Boateng hat sein Karriereende bekannt gegeben – egal wie es nach der Saison um den Klub stehen sollte.

„Auch wenn wir nächstes Jahr Champions League spielen – das ist meine letzte Saison.“ Klare und endgültige Worte von Kevin-Prince Boateng (35) am Dienstag (28. Juni 2022) während des Trainingslagers mit Hertha BSC.

Gewohnt lässig saß der 35-Jährige im ultramarinblauen Hertha-Shirt vor der malerischen Kulisse am sonnigen Liebenberger See in Kienbaum und gab selbst den Startschuss zu seinem letzten „Hurra“. „Das ist meine letzte Saison als aktiver Profifußballer“, stellte Boateng klar.

Hertha BSC: Kevin-Prince Boateng verkündet Karriereende 2023

Eine große Überraschung ist es nicht, denn kurz zuvor habe der Berliner schon mit dem Gedanken gespielt, bereits in diesem Sommer aufzuhören – doch die Klubikone brachte es einfach nicht fertig. Nicht nach der abgelaufenen Spielzeit, in der sich Boateng und Co. erst in der Relegation gegen den Hamburger SV vor dem Bundesliga-Abstieg gerettet hatten. „Das letzte Jahr war zu turbulent“, sagte er, „viel Action, negative Schlagzeilen. Ich konnte so nicht aufhören.“

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Und so verlängerte der Mittelfeldspieler, der es 2005 bei Hertha BSC zum Profi geschafft hatte und 2021 zurückgekehrt war, seinen auslaufenden Vertrag kürzlich um ein weiteres Jahr.

Das Ziel für Boateng und die Hertha ist klar: Eine Saison wie 2021/2022 darf sich nicht wiederholen. Drei Trainer, drei verlorene Derbys gegen Union und öffentlicher Zwist mit Investor Lars Windhorst (45) – Hertha, das sich jüngst mit dem frisch gewählten Präsident Kay Bernstein (41) neu aufstellte, brauche dringend „Ruhe“, meinte Boateng.

Mit dem neuen Trainer Sandro Schwarz (43) traf er sich zum Essen, zweieinhalb Stunden habe das Dinner gedauert, wobei sie nach zehn Minuten gemerkt hätten, „dass wir beide zusammenarbeiten wollen“.

Schwarz als Hoffnungsträger, der „frischen Wind“ in den Klub bringt, wie Boateng sagt. Und er selbst als Leader, dessen Aufgabe es sei, „zu helfen, da zu sein, der Papa zu sein von den jungen Burschen“. Einen Wunsch wolle er sich zudem noch erfüllen: „Ich will im Olympiastadion noch mal ein Tor machen.“ 

Und wie soll es nach der Profikarriere weitergehen? Angebote, wieder als TV-Experte zu arbeiten, habe es gegeben, aber damit wolle er sich später erst beschäftigen. Sein Berater, berichtete Boateng, sage ihm immer, „dass ich der perfekte Trainer wäre“.

Auf der Bank sieht er sich selbst aber (noch) nicht. „Ich habe keine Geduld. Wenn es nach 20 Minuten nicht läuft, hätte ich schon drei Wechsel gemacht. Als Trainer brauchst du Geduld und du musst auch mal ruhig bleiben.“ Um Trainer zu werden, meinte „Papa“ Boateng, „muss ich noch ein bisschen wachsen“. (sid, fr)

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