Nach zahlreichen verbalen Eskapaden ist Frankreichs Fußball-Verbandspräsident Noel le Graet von seinem Amt zurückgetreten.
Chaos vorerst vorbeiLe Graet tritt als französischer Fußball-Verbandspräsident zurück

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Noel le Graet, hier am 12. Juli 2016, ist von seinem Amt als Präsident des französischen Fußballverbandes zurückgetreten.
Nach seinen polemischen Aussagen über Frankreichs Fußball-Ikone Zinedine Zidane (50) ist Verbandspräsident Noel Le Graet (81) zurückgetreten.
Das teilte der Nationalverband FFF nach einer Anhörung des außerordentlichen Exekutivausschusses am Mittwoch (11. Januar 2023) in Paris mit.
FFF „verdient einen Präsidenten, der der Aufgabe gewachsen ist“
Le Graet habe sich „in Übereinstimmung mit dem FFF-Exekutivkomitee dafür entschieden, von seiner Rolle als Präsident bis zum Abschluss der vom Sportministerium durchgeführten Prüfung zurückzutreten“, hieß es in der Mitteilung des Verbands. Zuvor hatte auch Regierungssprecher Olivier Veran deutliche Kritik am 81-Jährigen geübt.
Der französische Fußballverband „verdient einen Präsidenten, der der Aufgabe gewachsen ist“, sagte Veran. Nicht nur die abfälligen Kommentare über Zidane seien problematisch.
„Es gibt noch andere Dinge, die hinzukommen. Das Fass läuft über“, so Veran. Die FFF brauche „einen Präsidenten, der es ermöglicht, dem französischen Fußball in der ganzen Welt ein gutes Image zu verleihen.“
Frankreichs höchster Fußball-Funktionär hatte sich am vergangenen Sonntag in einem Radio-Interview abwertend über Zidane und dessen möglicher Zukunft als Nationaltrainer des Vize-Weltmeisters geäußert.
Sportministerin Amelie Oudea-Castera begrüßt Entscheidung
Le Graet entschuldigte sich am Montag (9. Januar) für die Kommentare, für die er unter anderem von Superstar Kylian Mbappe (24), aber auch von Sportministerin Amelie Oudea-Castera (44) kritisiert wurde.
Oudea-Castera nahm die Entscheidung des Rücktritts am Mittwochnachmittag positiv auf. Sie „begrüße die Entscheidung“ des FFF, „sich unverzüglich zu treffen und zu handeln“. Die Amtsniederlegung sei „ein notwendiger Schritt angesichts der bereits bekannten Elemente seiner Haltung“.Nehmen Sie hier an der EXPRESS.de-Umfrage teil:
Le Graet war seit 2011 FFF-Präsident. Seine dritte und letzte volle Amtszeit sollte eigentlich erst im Dezember 2024 enden.
Vorwürfe der sexuellen Belästigung, die Gegenstand einer von der Sportministerin veranlassten Untersuchung sind, hatten die Lage für Le Graet zusätzlich erschwert. (sid)
