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Dritte Pleite in FolgeWeiter Vorletzter: Fortuna Köln verliert auch in Münster

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Fortuna Köln lässt in Münster viele Großchancen liegen und verliert 0:1 – die dritte Pleite in Folge.

Fortuna Köln wollte am Sonntagnachmittag beim Zweitliga-Absteiger Preußen Münster endlich die Wende schaffen. Vorher gab es drei Spiele ohne Sieg. Am Ende stand ein 0:1 für die Elf von Trainer Matthias Mink. Damit ist es die dritte Pleite am Stück. Und schon das vierte Spiel nacheinander, in dem die Fortuna kein einziges Tor erzielt.

Fortuna-Coach Matthias Mink zog nach dem Schlusspfiff seine Bilanz: „Wenn man die zweite Hälfte betrachtet, kann es eigentlich nur einen Sieger geben. Aber manchmal ist Fußball ungerecht und hässlich. Wir müssen diese Energie und Leidenschaft immer wieder auf den Platz bekommen. Wir haben großes Vertrauen in den Kader. Wir müssen dranbleiben und weitermachen.“

Torflaute bei der Fortuna hält an

Drei neue Gesichter schickte der 59-Jährige im Vergleich zum 0:1 gegen Stuttgart II von Beginn an aufs Feld. Romeo Aigbekaen, Timo Bornemann und Adrian Stanilewicz durften ran. Dafür mussten Cedric Harenbrock und Nico Thier weichen, Tom Geerkens fehlte nach seiner Gelb-Roten Karte gesperrt. 13.182 Fans im LVM-Preußenstadion bekamen anfangs harte Kost serviert. Kaum Torszenen, kaum spielerische Glanzlichter. Die Kölner standen kompakt hinten drin und tauchten nur ab und zu vorne auf.

Die Preußen hatten zwar mehr Ballbesitz, bissen sich an der Kölner Abwehrmauer aber die Zähne aus. Immer wieder probierten es die Gastgeber spielerisch, zunächst ohne jedes Rezept. Je länger die erste Halbzeit lief, desto besser fand der Aufsteiger ins Spiel. Nach Balleroberungen öffneten sich Räume für schnelle Konter. Bestes Beispiel: Linksverteidiger Max Fischer. Nach einem starken Sololauf knallte sein Flachschuss an den Pfosten (43.).

Nach der Pause zeigte die Fortuna ein ganz anderes Gesicht. Viel offensiver, viel bissiger gegen den Ball. Kevin Krumme zog stark volley ab, doch Münsters Keeper Matthis Harsman war zur Stelle (56.). Nur 60 Sekunden später setzte Krumme eine Direktabnahme daneben.

Kurz danach scheiterte auch Timo Bornemann an Harsman. Und Enzo Wirtz? Sein Abschluss brachte den Münsteraner Schlussmann nicht mal ins Schwitzen (61.). So stark wie in dieser Phase hatten die Südstädter bis dahin nicht gespielt – belohnt wurden sie dafür nicht. Krumme brachte es später auf den Punkt: „Wir haben genügend Chancen für mehrere Tore heute, aber es sollte einfach nicht sein. Und dann fällt da hinten der Ball rein. Wir müssen einfach weitermachen.“

Und genau so kam es. 78. Minute: Lucas Zeller schlägt eine feine Flanke in den Strafraum, der auffällige Makridis wuchtet den Ball per Kopf ins untere Eck. Sechs Minuten später hätte der Deutsch-Grieche fast nachgelegt. Sein Lupfer flog über Fortuna-Keeper Lennart Winkler hinweg – doch Krumme klärte kurz vor der Linie mit einer starken Rettungstat.

Die Kölner warfen alles nach vorne. Der Ausgleich gelang trotzdem nicht. Nach der dritten Niederlage in Serie bleibt die Fortuna mit zehn Zählern Vorletzter. Und es wird noch enger: Schlusslicht TSV Havelse siegte 3:2 gegen den 1. FC Saarbrücken. Das Polster auf den letzten Platz ist auf einen einzigen Punkt geschmolzen.

Auch das rettende Ufer ist nur zwei Punkte entfernt. Die Liga ist dicht zusammen, mit zwei Siegen kann die Saison schnell kippen. Schon am Samstag (16.30 Uhr) geht es gegen die Würzburger Kickers. Ein echtes Schlüsselspiel im Abstiegskampf – Würzburg hat nur einen Punkt mehr auf dem Konto. Danach folgt vor der Länderspielpause die Reise zu Waldhof Mannheim (7. November). Am 18. November steht dann im Mittelrheinpokal das Achtelfinale gegen den Bonner SC an.

Heißt im Klartext: Die Fortuna muss liefern. Wer den Kontakt zum Tabellenmittelfeld nicht abreißen lassen will, braucht gegen Würzburg einen Dreier.

Fortuna Köln: Winkler – Strauch, Al-Azzawe, Fünger, Fischer – Stanilewicz, Krumme (87. Al Ghaddioui), Bröger (66. Harenbrock) – Aigbekaen (82. Garcia) – Wirtz (66. Mause), Bornemann (82. Thier); Tor: 1:0 Makridis (78.); Zuschauer: 13.182. (red)