Nach Kritik an der AufstellungHendrix stärkt Fortuna-Coach Ende den Rücken

Jorrit Hendrix zeigt mit dem linken Arm nach oben.

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Am Samstag wird Jorrit Hendrix erstmals in einem Pflichtspiel für Fortuna Düsseldorf die Binde tragen.

Jorrit Hendrix ist der neue Kapitän von Fortuna Düsseldorf. Nach der Auftaktpleite in Mannheim hat der Niederländer seinem Trainer Alexander Ende den Rücken gestärkt.

Schon lange vor dem Anpfiff zum Drittliga-Auftakt in Mannheim stand der bitterste Ausfall bei der Fortuna fest. Kapitän Jorrit Hendrix (31) musste wegen einer Sperre aus der Vorsaison von der Tribüne aus zusehen.

Dafür will der Mittelfeldspieler nun beim ersten Heimspiel voll angreifen. Im Vorfeld hat er über die Kritik an seinem Trainer und den kommenden Gegner gesprochen.

Jorrit Hendrix: „So nervös war ich noch nie“

Für Hendrix war das Spiel in Mannheim eine gänzlich neue Situation. In seiner Karriere hat der Niederländer zwar schon die ein oder andere Rote Karte gesehen, einen Saisonauftakt verpasste er allerdings noch nie – schon gar nicht als eigentlicher Spielführer.

Für ihn war das nicht gewöhnungsbedürftig: „Es war sehr schwer. So nervös war ich noch nie. Ich habe mich oft aufgeregt auf der Tribüne, das war emotional. Jetzt ist es aber vorbei und wir machen einen Haken dran.“

Von der Tribüne hatte der Spielmacher beste Sicht auf die taktischen Fehler seiner Kollegen. Besonders den Eindruck seines Trainers teilt er, dass die Kompaktheit im Mittelfeld gefehlt habe: „Jeder, der ein bisschen Ahnung von Fußball hat, hat gesehen, dass die Räume viel zu groß waren. Die Abstände zwischen den Ketten waren viel zu groß. Das kann jeder bestätigen.“

Im Nachgang der Partie keimte bei einigen Fans vor allem Kritik an der Startelf von Alexander Ende (46) auf. Für Hendrix allerdings unverständlich: „Nicht nur Alex, sondern jeder Trainer macht eine Startelf, von der er überzeugt ist, dass diese Mannschaft das Spiel gewinnt. Auch mit Einwechselspielern, die reinkommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwo auf der Welt ein Trainer ist, der sagt, dass er das falsch gemacht hat. Jeder hat eine andere Meinung und manche sagen dann, dass der oder der besser ist. Am Ende trifft der Trainer eine Entscheidung, von der er denkt, dass es die beste ist.“

Aus der gemeinsamen Zeit in Münster weiß der Mittelfeldspieler, dass sein Coach ein sehr selbstkritischer Mensch ist: „Nachher kannst du immer überlegen, ob das richtig war. Aber Alex ist ein Trainer, der immer in den Spiegel guckt und sich fragt, was er verbessern kann. Ich bin der Meinung, man muss sich seinen Startelfplatz im Training verdienen, und das haben die Jungs in der letzten Woche gemacht. Ich war davon überzeugt, dass diese Elf das Spiel gewinnen kann.“

Gegen Hoffenheim II soll der erste Dreier eingetütet werden

Am Ende reichte die Leistung im ausverkauften Carl-Benz-Stadion allerdings nicht für den ersten Punkt der Saison. Der erste Dreier soll dafür im Idealfall am Samstag gegen die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim geholt werden.

In der Vorbereitung auf das Duell hallt die Auftaktpleite für Hendrix nicht mehr großartig nach: „Das Ziel von jedem Spiel ist es, das Spiel zu gewinnen. Wenn man dann nicht gewinnt, ist das einfach scheiße. Dann startet man mit einem anderen Gefühl in die Woche. Das ist aber normal und menschlich. Wir haben das sehr gut besprochen und analysiert. Jetzt haben wir eine ganze Woche, um uns optimal auf das nächste Spiel vorzubereiten. Wir müssen aus den Dingen lernen, die wir falsch gemacht haben.“

Die Aufgabe vor dem heimischen Publikum dürfte allerdings keineswegs leichter werden. Die hoch veranlagten Kicker der Kraichgauer haben zwar ihren Auftakt gegen Rostock verloren, dabei jedoch beeindruckend unter Beweis gestellt, welches fußballerische Talent sie haben.

Bei seinem ersten Saisonspiel freut sich der Niederländer auf einen schweren Gegner: „Ich erwarte eine junge Mannschaft mit einigen 16- und 17-Jährigen. Sie sind gegen Rostock zweimal zurückgekommen und haben trotzdem verloren. Zweite Mannschaften in der 3. Liga sind immer Talenttruppen, die gut Fußball spielen können. Das können wir aber auch, deswegen bin ich gespannt.“

Primär will die Mannschaft aber vor den eigenen Fans abliefern. In der Merkur Spiel-Arena soll ein anderes Gesicht gezeigt werden, als noch in der vergangenen Saison. Dann sollte es auch mit den ersten Punkten klappen.

Schiedsrichterin Fabienne Michel im Dialog mit Fortunas Matthias Zimmermann.
Gewonnene Platzwahl wird zum Bumerang
Fortunas irrer Pannen-Start