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Gewonnene Platzwahl wird zum BumerangFortunas irrer Pannen-Start

Schiedsrichterin Fabienne Michel im Dialog mit Fortunas Matthias Zimmermann.

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Schiedsrichterin Fabienne Michel im Dialog mit Fortunas Matthias Zimmermann.

Nein, dieses Mal war es keine Null-Bock-Vorstellung, wie man sie in der vergangenen Saison so oft ertragen musste.

Die Laune bei den 5000 mitgereisten Düsseldorfern war dennoch im Eimer, denn auch Pleiten der Marke „Typisch Fortuna“ ergeben am Ende null Punkte. Wie die zustande kam, war fast schon zum Lachen wenn es nicht so traurig wäre.

Denn das mit den Düsseldorfer Pleiten, Pech und Pannen ging in Mannheim schon los, als noch gar keine Sekunde gespielt war.

Lasse Rieß verzichtet auf seine Kappe – mit Folgen

Matthias Zimmermann, der die Mannschaft für den gesperrten Jorrit Hendrix als Kapitän aufs Feld führte, gewann die Platzwahl, was ja an und für sich nicht schaden kann. In diesem Fall aber doch. Denn „Zimbo“ entschied sich dafür, dass die Mannschaften die Seiten tauschen, damit Fortuna in der zweiten Hälfte auf die eigenen Fans spielt.

Problem dabei: Durch diese Maßnahme musste Zimmermanns eigener Keeper Lasse Rieß in der ersten Hälfte in die tiefstehende Sonne blicken, die nach dem Seitenwechsel verschwunden war. Das hatte Folgen: Rieß ließ einen Flatterball von Vincent Thill passieren, den er wohl normalerweise gehabt hätte. Wobei sich auch die Frage stellte, warum Düsseldorfs Nummer 1 sich beharrlich weigerte, zum Schutz eine Kappe anzuziehen, die lag die ganze Zeit neben dem Tor.

Vielleicht wäre zu all dem aber gar nicht gekommen, hätte Schiedsrichterin Fabienne Michel nicht nach wenigen Minuten eine aus Fortuna-Sicht katastrophale Fehlentscheidung getroffen.

Da war nämlich Fabian Schleusener frei durch und auf dem Weg zum 0:1, als er von Lukas Klünter umgerissen wurde. Eigentlich eine klare Rote Karte, doch die Unparteiische ließ die Szene laufen. Später gab sie ihren Fehler dann zu. „Ganz grundsätzlich ist meine Marschroute: Eine Rote Karte ist ein unfassbarer Eingriff ins Spiel – ob in der 3. oder 60. Minute. Im laufenden Spiel hat mir die Klarheit gefehlt. Wenn mir die Klarheit fehlt, bleibe ich weg und gehe nicht auf die Extrementscheidung. Wenn ich mir das jetzt nochmal in der Zeitlupe anschaue, sehe ich: Der Stürmer ist in der besseren Position und dann ist da ein Griff“, so Michel nach Ansicht der TV-Bilder, die sich kein Video-Assistent anschauen konnte, weil es in der 3. Liga keinen gibt. 

„Dann muss ich mir die Frage stellen: Ist der Griff ausreichend? Es ist eine super-kritische Szene. Wenn ich jetzt auf die Bilder schaue, sehe ich, dass da ein Griff da ist.“

Diese Einsicht kam für Fortuna zu spät. Zu allem Überfluss verlor das Team von Alexander Ende nach der Rot-Diskussion bis zur Pause komplett den Faden und spielte letztlich eine erste Hälfte, die ihren Trainer richtig wütend machte.

Der zweite Abschnitt erlebte dann deutlich stärkere Düsseldorfer, die aber dummerweise gleich zu Beginn den zweiten Gegentreffer erzielten. Nach Schleuseners Anschlusstreffer gab es noch Chancen satt zum Ausgleich. Doch dass der nicht mehr fallen würde, war angesichts der eigenartigen Geschehnisse fast schon vorauszusehen.

Für Fortuna wird es in den kommenden Wochen darum gehen, das, was gut war, künftig über 90 Minuten zu zeigen und ordentlich Punkte aufs eigene Konto zu packen, damit das mit der miesen Stimmung nicht nach kurzer Zeit schon wieder losgeht.

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