So wird das nichts mit dem direkten Wiederaufstieg: Fortuna Düsseldorf verliert das Eröffnungsspiel der 3. Liga.
Bruchlandung statt Neustart!Fortuna Düsseldorf verpatzt den Liga-Auftakt

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Fortuna Düsseldorf ist mit einer Niederlage in ihr Drittliga-Abenteuer gestartet.

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Was für ein bitterer Start in die neue Saison! Für die Mannschaft von Trainer Alexander Ende gab es am Freitagabend beim Auftaktspiel der 3. Liga in Mannheim eine 1:2-Niederlage.
Im ausverkauften Carl-Benz-Stadion erlebten die Zuschauerinnen und Zuschauer eine offene Partie mit vielen interessanten Szenen. Im Mittelpunkt stand dabei leider auch Schiedsrichterin Fabienne Michel.
Fortuna im Schiri-Pech: „Das ist eine klare Rote Karte“
Voller Vorfreude starteten beide Fanlager mit spektakulären Choreografien in die Partie. Und so wie die Fans auf den Rängen losgelegt hatten, spielten dann auch Mannheim und Fortuna mit offenem Visier. Schon nach vier Minuten musste Keeper Lasse Rieß bei einer abgerutschten Flanke in höchster Not klären und konnte die Situation erst im Nachfassen entschärfen. Auf der anderen Seite hatten aber auch die Gäste gute Chancen. Stürmer Eric Hottmann hatte in der 6. Minute die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch im Sechzehner an SVM-Torhüter Nijhuis.
Die verpasste Möglichkeit gerade erst verdaut, gab es dann den nächsten Schock für die Düsseldorfer. Nach einem verlängerten Kopfball von Hottmann war Sturmkollege Fabian Schleusener eigentlich auf und davon. Mannheim-Kapitän Lukas Klünter klammerte im Sprintduell von hinten und brachte seinen Gegenspieler damit zu Fall. Die gesamte Bank der Rot-Weißen sprang auf und forderte: Rot! Doch Schiedsrichterin Fabienne Michel ließ die Partie weiterlaufen – und das zum Entsetzen des gesamten Gästeblocks. Der gesperrte Kapitän Jorrit Hendrix erklärte in der Halbzeit bei MagentaSport: „Das ist eine klare Rote Karte. Mit VAR hätte es da Rot gegeben.“ Doch in der 3. Liga gibt es weder die Torlinientechnik, noch den Videobeweis. Ein Umstand, an den sich die Fortuna wohl erst noch gewöhnen muss.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit wurden die Hausherren dann immer stärker. Das Führungstor zum 1:0 kam allerdings trotzdem aus dem Nichts. In der 18. Minute entschied sich Vincent Thill für einen trockenen Fernschuss aus 35 Metern. Eigentlich kein Problem, doch die Kugel segelte in einem Bogen über Fortuna-Torhüter Rieß. Wegen tiefstehender Sonne machte Düsseldorfs neue Nummer eins keine gute Figur. Eine Kappe wollte der Schlussmann in der Folge allerdings auch nicht anziehen. So ging es mit dem Rückstand in die Pause.
Trainer Ende nutzte die Halbzeit für eine ausführliche Analyse. Zum Start in den zweiten Durchgang gab es deswegen einen Dreifachwechsel. Der mit Gelb verwarnte Heintz musste für Meiser raus. Paulina und Consbruch kamen für den sehr aktiven Hottmann und den körperlich noch nicht ganz fitten Förster. Anstatt der Mannschaft damit einen Impuls in die richtige Richtung zu geben, passierte genau das Gegenteil. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff klingelte es ein zweites Mal im Kasten der Fortuna. Nach einer guten Kombination setzte sich Okeke auf dem rechten Flügel durch und legte flach in den Rückraum auf Ulbricht. Der Stürmer versenkte das Ding eiskalt am kurzen Pfosten – keine Chance für Rieß.
Zu dem Rückstand kam dann auch noch der Fakt dazu, dass Schiedsrichterin Michel quasi alle strittigen Situationen zugunsten der Mannheimer entschied. Das Ganze ging sogar so weit, dass sich Co-Trainer Zlatko Muhovic nach lautstarken Protesten eine Gelbe Karte einhandelte. Aller Gegebenheiten zum Trotz steckte die Ende-Elf aber nicht auf und kämpfte sich zurück in die Partie. Nach einem Doppelpass tauchte der eingewechselte Paulina in der 56. Minute frei vor dem Tor auf. Während Nijhuis den ersten Versuch noch parieren konnte, brachte der freistehende Schleusener den Nachschuss aus rund zehn Metern im Tor unter.
Plötzlich wieder am Leben, glaubte die Fortuna an sich und drückte auf den Auswärtspunkt. Schleusener hatte rund zehn Minuten vor dem Ende den Ausgleich auf dem Kopf, doch vom Pfosten prallte die Kugel ab und flog direkt in die Arme von Keeper Nijhuis. Zum eigenen Unvermögen kam dann auch noch Pech dazu. In den letzten Minuten des Spiels warfen die Gäste noch einmal alles nach vorne, eine entscheidende Chance konnten sich die Rot-Weißen dabei allerdings nicht erspielen.
Fortuna-Coach Ende: „Brutal schlechte erste Halbzeit“
Nach der Partie erklärte Trainer Ende: „Es war eine brutal schlechte erste Halbzeit gegen den Ball. Wir waren alles andere als kompakt und das war schon außergewöhnlich. Wir hatten trotzdem Chancen, da müssen wir finaler zum Abschluss denken. Wenn du hier bestehen willst, darfst du nicht eine Halbzeit so abschenken.“
Mit der Pleite in Mannheim ist der Fehlstart in die neue Saison perfekt. Obwohl sich die Mannschaft vorgenommen hatte, direkt in der ersten Partie Punkte einzufahren, geht es mit leeren Händen zurück in die Landeshauptstadt. Dort warten immerhin nun drei Heimspiele in Folge. In der Liga wird die Mannschaft gegen Hoffenheim II und Stuttgart II versuchen, die komplette Katastrophe abzuwenden. Zwischendrin steht dann auch noch die erste Runde im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg auf dem Programm. Dort muss das Team ein anderes Gesicht zeigen.

