Dicke Luft nach dem 1:2 in Mannheim! Eine frühe Spielszene sorgt bei Fortuna für mächtig Zündstoff. Die Schiedsrichterin steht im Kreuzfeuer.
Fortuna kocht vor Wut!Schiedsrichterin gibt Fehler im TV-Interview zu

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Fabienne Michel im Spiel zwischen Waldhof Mannheim und Fortuna Düsseldorf.
Bitterer Auftakt für Fortuna Düsseldorf! Die 1:2-Niederlage zum Start der Saison beim SV Waldhof Mannheim sorgte für gewaltigen Ärger.
Im Zentrum der Kritik stand Schiedsrichterin Fabienne Michel wegen einer heftig debattierten Szene kurz nach Anpfiff. Vor allem einer nahm kein Blatt vor den Mund: Der neue Mittelfeldmann Yassine Bouchama (29) bewertete die Performance der Schiedsrichterin direkt als „katastrophal“ und „ungenügend“. Das berichtet „rp-online.de“.
Fabienne Michel stellt sich der Kritik
Der Grund für den Zorn ereignete sich bereits in der vierten Spielminute. Abwehrspieler Lukas Klünter von Waldhof brachte den Fortuna-Angreifer Fabian Schleusener als letzter Verteidiger zu Boden. Trotzdem pfiff Michel nicht, die Rote Karte wurde nicht gezeigt. Dieser Pfiff, der ausblieb, löste bei den Düsseldorfern Fassungslosigkeit aus. TV-Aufnahmen belegten rasch, dass hier eine deutliche Fehlentscheidung vorlag.
Die 31-jährige Fabienne Michel, in der letzten Saison noch zur Schiedsrichterin des Jahres gekürt, tauchte nach dem Spiel nicht ab. Sie erläuterte am Magenta-Mikrofon, warum der Moment des Fouls für sie nicht entscheidend war.
„Die Minute ist egal. Eine Rote Karte ist ein unfassbarer Eingriff ins Geschehen – ob in der dritten oder in der 60. Minute“, sagte Michel. Ihre Sichtweise auf dem Platz sei der entscheidende Punkt gewesen: „Im laufenden Spiel hat mir einfach die Klarheit gefehlt. Und wenn das der Fall ist, bleibe ich da lieber weg, als auf die Extrementscheidung zu gehen.“
Aber dann kam die Kehrtwende! Nachdem sie die Fernsehaufnahmen gesehen hatte, gestand sie ihre Fehleinschätzung. „Wenn ich mir die Szene nochmal in der Zeitlupe anschaue, sehe ich, dass sich der Stürmer in der besseren Position befindet und ein Griff da ist“, räumte Michel ein. Während des Spiels habe sie die Lage nicht eindeutig bewerten können, aber die Aufzeichnungen zeigten, „dass tatsächlich ein Griff vorhanden ist.“
Fabian Schleusener, der gefoulte Angreifer, fand nach Spielende ebenfalls klare Worte. „Für mich ist es eine ganz klare Fehlentscheidung. Ich habe mir die Innenbahn erarbeitet und er hält mich. Ein ganz klares Foul“, konstatierte der erfahrene Spieler. Er schilderte zudem, mit welchen Worten die Unparteiische ihre Entscheidung auf dem Rasen gerechtfertigt hatte: „Ihre Aussage war, dass ich die Situation ausnutze und das Halten zu kurz war.“
Diese Argumentation hätte das Urteil allerdings nicht beeinflussen dürfen. Die Fernsehbilder bewiesen den Haltegriff von Klünter zweifelsfrei. Schleusener wäre ohne das Vergehen frei auf das Tor der Gastgeber zugesteuert. (red)
