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Thioune mit deutlicher KritikEx-Fortune muss mehr liefern

Die Mannschaft von Fortuna Düsseldorf steht beisammen und schaut an der Kamera vorbei.

Copyright: IMAGO/Jan Huebner

Der ehemalige Fortuna-Trainer Daniel Thioune (l.) hat schon in Düsseldorf mit Cedric Itten (M.) gearbeitet.

Für den ehemaligen Düsseldorf-Stürmer Cedric Itten läuft es in Bremen bislang schleppend. Jetzt gab es Kritik von seinem Trainer.

Wohl kaum ein Fortuna-Fan nahm Torjäger Cedric Itten (29) seinen ablösefreien Abgang im Sommer übel. Schließlich war der Schweizer Nationalstürmer einer der wenigen Lichtblicke in der Abstiegssaison.

Mit seinen 16 Saisontoren war er einer der Hauptgründe, wieso die Rot-Weißen am letzten Spieltag überhaupt noch die Chance auf den Klassenerhalt hatten. Das Ende ist allerdings bekannt. Für die Fortuna ging es eine Liga runter, für Itten nach Bremen eine Liga hoch.

Daniel Thioune: „Wäre deutlich besser gewesen, wenn er ein Tor erzielt“

Der 29-Jährige konnte sich bei den Hanseaten seinen großen Traum von der Bundesliga erfüllen. Bislang verläuft die neue Spielzeit – zumindest aus persönlicher Sicht – aber mehr wie ein Albtraum.

Unter Trainer Daniel Thioune (52) kommt der Angreifer bislang nicht in Fahrt. In der Bundesliga stand Itten noch keinmal in der Startelf, es reichte nur für vier Kurzeinsätze in der Schlussphase. Einen Treffer konnte der ehemalige Düsseldorf-Knipser dabei auch nicht verbuchen.

Von seinem Coach hagelte es für diesen Saisonstart deutliche Kritik: „In den Augenblicken, in denen er Platzzeit bekommt, muss er sich auch zeigen. Er ist ein Stürmer und es wäre deutlich besser gewesen, wenn er ein Tor erzielt oder zumindest ein paar Abschlüsse gehabt hätte. Ich hätte mir ein bisschen mehr Präsenz in der Box gewünscht.“

Für die herausfordernde Situation hat der Bremen-Trainer aber auch Verständnis: „Es ist natürlich schwierig, wenn man keinen Rhythmus hat. In Düsseldorf hatte er den. Dort stand er Woche für Woche 90 Minuten auf dem Platz. Da muss er sicherlich in der neuen Situation einfach noch ankommen.“

An seine neue Rolle bei Werder muss sich Itten also erst noch gewöhnen. Seinen Auftrag als Edeljoker kennt er immerhin schon aus der Nationalmannschaft. Mit der Schweiz reiste er im Sommer zur WM. Auch dort reichte es nur für ein paar Kurzeinsätze.

Grund für seine Anlaufschwierigkeiten in Bremen dürfte aber nicht nur die eigene Leistung sein. Weil Rückkehrer Niclas Füllkrug (33) im Spätherbst seiner Karriere noch einmal so richtig aufdreht, ist der Platz im Sturm vergeben. Thioune setzt voll und ganz auf den Sechs-Tore-Mann.

Und der Erfolg gibt ihm Recht. Erstmals in der Geschichte der Bundesliga holte Bremen an drei Spieltagen hintereinander einen Zwei-Tore-Rückstand auf. In der Tabelle steht Werder dadurch auf dem 8. Platz.

Itten spielte dabei bislang nur eine kleine Rolle. In den kommenden Wochen wird es aber darauf ankommen, wie er auf die Kritik seines Trainers reagiert.