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„Wenn du ein souveräner Schiri bist …“Düsseldorf-Trainer ärgert sich über Platzverweis

Andreas Müller sieht die Rote Karte und geht gefrustet zur Seite.

Copyright: IMAGO/DeFodi Images

Schiedsrichter Yannick Sager zeigte Andreas Müller in der Nachspielzeit die Rote Karte.

Tore erzielte Fortuna Düsseldorf gegen den SV Meppen nicht, ein später Platzverweis sorgte zusätzlich für Frust.

Die Partie war eigentlich schon so gut wie beendet, doch dann wurde es in der Nachspielzeit noch einmal wild. Dabei stand allerdings kein jubelnder Torschütze im Mittelpunkt, sondern einmal mehr in dieser Saison der Schiedsrichter.

Nach einem Foul von Andreas Müller in der ersten Minute der Nachspielzeit zückte Yannick Sager (26) plötzlich die Rote Karte. Doch was war überhaupt passiert?

Langeneke hätte sich Fingerspitzengefühl gewünscht

Nach einem Fehlpass von Tim Oberdorf kam Andreas Müller zu spät in den Zweikampf mit Meppens Ersin Zehir. Eigentlich ein stinknormales Foul, doch der Kontakt an sich sorgte auch nicht für Müllers zweite Gelbe Karte.

Die bekam der zentrale Mittelfeldspieler wegen seiner Reaktion auf den Pfiff. Der Neuzugang aus Karlsruhe hämmerte mehrfach frustriert auf den Rasen und fasste sich ungläubig an den Kopf. Sager, der zunächst nur Freistoß gepfiffen hatte, kam herangestürmt und zückte die Ampelkarte.

Weil Müller nur vier Minuten zuvor nach einem Foul an Niclas Nadj vollkommen gerechtfertigt seine erste Verwarnung gesehen hatte, ging es für den Mittelfeldmotor in die Katakomben.

Trainer Jens Langeneke (49) konnte die Entscheidung nach dem Spiel nicht nachvollziehen: „Ich würde da als Schiedsrichter weggucken. Er wird aber sagen, dass er keine andere Möglichkeit hatte, weil es eine gewisse Außenwirkung hat. Es ist aber zum einen kein Foul und Andi Müller ist einfach emotional in dieser Situation.“

Weiter erklärte der Coach: „Er weiß, dass es kein Foul ist, und klopft dann nach dem Gesamtverlauf des Spiels dreimal auf den Boden. Wenn du ein souveräner Schiedsrichter bist, pfeifst du einen Freistoß und das Spiel geht ohne Rote Karte weiter.“

Der Unparteiische entschied sich allerdings für den Platzverweis. Durch den wird Müller am kommenden Wochenende beim Auswärtsspiel in Ingolstadt nur zuschauen dürfen. Für ihn ist es in seiner Karriere der dritte Platzverweis. Zuvor sah Müller 2020/21 und 2021/22 zweimal im Trikot des 1. FC Magdeburg die Ampelkarte.