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Derby-Wahnsinn in der ArenaDüsseldorf dreht gegen Tabellenführer Duisburg das Spiel

Eric Hottmann feiert sein Tor vor den Fans.

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Eric Hottmann wurde mit seinem Siegtor zum Derbyhelden.

Das Straßenbahnderby geht an Fortuna Düsseldorf. In einem umkämpften Spiel drehten die Rot-Weißen gegen den Tabellenführer aus Duisburg das Spiel.

Was für ein verrückter Derby-Nachmittag in der Arena! Nachdem der Gästeblock in Düsseldorf zuletzt gegen Hoffenheim und Stuttgart II zweimal gänzlich leer geblieben war, gab es einen ungewohnten Anblick. Über 12.000 Anhängerinnen und Anhänger aus Duisburg begleiteten ihre Mannschaft zu dem so wichtigen Spiel in der 3. Liga.

Dabei mussten die Gäste allerdings ihrer Mannschaft beim Verlieren zusehen. Für die Mannschaft von Trainer Alexander Ende (46) gab es einen verdienten 2:1-Sieg gegen die bis dahin ungeschlagenen Zebras.

Duisburg im ersten Durchgang erschreckend harmlos

Von der Offensivpower des unangefochtenen Tabellenführers war im ersten Durchgang überhaupt nichts zu sehen. Ausschließlich die Fortuna machte das Spiel und hatte deswegen schon nach neun Minuten die Chance, durch einen Kopfball von Slimani in Führung zu gehen. MSV-Keeper Braune machte sich aber ganz lang und fischte die Kugel aus der Luft.

Nach rund einer halben Stunde war der Duisburg-Torhüter dann aber chancenlos – zumindest wenn Slimani das Tor getroffen hätte. Denn die fast 50.000 Zuschauerinnen und Zuschauer glaubten ihren Augen nicht! Nach Querpass von Förster hätte der Marokkaner nur einschieben müssen, doch aus unerfindlichen Gründen flog die Kugel links am Kasten vorbei. Viele Fans hatten den Torschrei schon auf den Lippen.

Auch eine Minute später scheiterte der aktive Slimani mit seinem Schuss aus spitzem Winkel an den Reflexen von Braune. Ohne einen Treffer ging es deswegen in die Pause. Und die nutzte Zebra-Trainer Dietmar Hirsch (54) anscheinend für eine Ansprache, die es in sich hatte.

Denn das, was die Gäste sich im ersten Durchgang aufgespart hatten, feuerten sie dann in der zweiten Halbzeit ab. Getreu dem Motto „Wenn du sie vorn nicht machst, bekommst du sie hinten rein“ kassierte die Fortuna mit dem ersten Angriff den Gegentreffer zum 0:1. 

Auf der rechten Außenbahn drang Ex-Fortune Symalla fast bis zur Grundlinie durch und spielte scharf in die Mitte. Aus kürzester Distanz drückte Remmert die Kugel über die Linie. Weder Louis Lord noch Matthias Zimmermann konnten den Einschlag verhindern. Dementsprechend ausgelassen fiel der Jubel im prall gefüllten Gästeblock aus.

Hottmann wird zum Derbyheld

Für die Rot-Weißen wäre es fast noch dicker gekommen! Bei einem Konter steuerte plötzlich Symalla alleine auf Lord zu. Dem Duisburger versagten allerdings die Nerven und die Kugel rollte knapp am rechten Pfosten vorbei – das hätte das 0:2 sein müssen.

Wie es sich für ein Derby gehört, kämpfte sich die Ende-Elf aber zurück in die Partie. Der verdiente Ausgleichstreffer von Fabian Schleusener in der 68. brachte die Arena zum Beben! Über die gerade erst eingewechselten Wekesser und Hottmann landete die Kugel im Fünfer beim Torjäger. Der stand genau dort, wo ein Knipser stehen muss, und spitzelte die Kugel an Braune vorbei.

Doch der Ausgleich war den hungrigen Düsseldorfern noch nicht genug. Die Mannschaft drückte weiter auf die Führung und belohnte sich dann auch für die Mühe. Einen haarsträubenden Fehlpass von Coskun schnappte sich Hottmann und machte sich auf den Weg zum Tor. Aus 20 Metern zog der Angreifer dann trocken ab und brachte die Kugel links unten im Tor unter – grenzenloser Jubel in der 87. Minute.

Gleichzeitig bedeutete das zwar auch, dass die Fans noch einige Minuten zittern mussten, doch das Düsseldorfer Bollwerk hielt stand. Egouli und Co. köpften alles raus, was in den Strafraum flog. Selbst ein indirekter Freistoß in der 6. Minute der Nachspielzeit brachte den Gästen nichts mehr ein.

Durch den Sieg hat die Fortuna auch einen Sprung in der Tabelle gemacht. Von knapp über den Abstiegsplätzen ging es durch den Dreier mit einem Schlag in die obere Tabellenhälfte.

Düsseldorfs Rechtsverteidiger Mathhias Zimmermann (l.) im Zweikampf mit Kölns Adrian Stanilewicz.
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