Fußball-Boss ganz nah an den Scheichs FIFA-Chef Infantino wohnt nun im WM-Land Katar

FIFA-Präsident Gianni Infantino nimmt an einer Pressekonferenz teil.

FIFA-Präsident Gianni Infantino sitzt bei einer Pressekonferenz am 19. November 2021.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat seinen Lebensmittelpunkt ins WM-Gastgeberland Katar verlegt. In Doha hat der Fußball-Chef ein Haus gemietet, seine Kinder gehen dort zur Schule.

Na, da werden die Fußball-Fans aber hellhörig. FIFA-Präsident Gianni Infantino hat ein Haus im WM-Gastgeberland Katar bezogen. Schon seit Ende Oktober 2021 hat der 51-Jährige seinen Wohnsitz nach Doha, in die Hauptstadt des Emirats verlegt. Katar richtet Ende des Jahres vom 21. November bis 18. Dezember 2022 die höchst umstrittene WM-Endrunde aus.

Gianni Infantino hatte das FIFA-Council im Oktober informiert, die WM laut damaliger Mitteilung „enger zu begleiten und seine präsidialen Pflichten neben Zürich vermehrt auch von Doha und anderen Standorten der Welt aus wahrzunehmen“. Der Hauptwohnsitz des FIFA-Präsidenten bleibe nach Angaben des Weltverbands zwar noch die Schweiz, wo er auch weiterhin seiner Steuerpflicht nachkomme. Der fade Beigeschmack ist dennoch da.

Katar steht seit der umstrittenen Vergabe der WM im Dezember 2010 wegen Menschenrechtsverletzungen in der Kritik. Auf den Baustellen in dem Emirat sollen Tausende Gastarbeiter ums Leben gekommen sein.

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Nach Recherchen der Schweizer Zeitung „SonntagsBlick“ soll der Chef des Fußball-Weltverbandes „überwiegend“ in seinem in Doha gemieteten Haus wohnen. Zwei seiner vier Töchter habe er dort eingeschult.

Zwei von Infantinos Töchtern gehen inzwischen in Doha zur Schule

Da wundert es kaum, dass der FIFA-Boss noch zum Jahreswechsel in höchsten Tönen vom bevorstehenden WM-Turnier geschwärmt hat. Er freue sich auf das „Festival des Fußballs und der sozialen Integration“ in Katar.

Die WM-Endrunde werde „in einer Welt stattfinden, die sich stark von derjenigen unterscheidet, in der Frankreich vor vier Jahren in Moskau den begehrten Pokal in den Himmel stemmte“, sagte Infantino auch mit Blick auf die Corona-Pandemie. Die WM werde den Menschen auf der ganzen Welt „Hoffnung und Inspiration“ schenken. Kritiker des Gastgeberlandes sehen das durchaus anders. (msw/dpa)

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