„War gleich Feuer und Flamme!“ Sadio Mané über seinen Wechsel zum FC Bayern und Robert Lewandowski

Liverpools Stürmer Sadio Mané beim Verlassen des Krankenhauses.

Sadio Mané nach dem Medizincheck am Dienstag (21. Juni 2022) beim Verlassen des Krankenhauses.

Sadio Mané, der Königstransfer des FC Bayern, ist in München eingetroffen. Mit dem Liverpool-Star wächst die Qualität in der Offensive des Meisters nun beachtlich.

Jetzt hat der FC Bayern München seinen neuen Superstar. Um 11.21 Uhr landete am Dienstag (21. Juni 2022) die Privat-Cessna 68A mit Sadio Mané (30) an Bord am General Aviation Terminal auf dem Münchner Flughafen. Der Offensivspieler war um 9.30 Uhr von Mallorca aus gestartet.

Auf der Balearen-Insel hat der Offensiv-Star ein Haus. Dort wurden letzte Vorbereitungen für den Transfer getroffen. Der Wunsch-Transfer des FC Bayern musste nur noch den obligatorischen Medizincheck bestehen. Um 11.38 Uhr verließ Mané in einem roten Audi, begleitet von einem schwarzen VW Bus mit Münchner Kennzeichen, das Flughafengelände.

Sadio Mané soll in der Allianz-Arena vorgestellt werden

Auf direktem Weg ging es für Mané und seinen Tross zum Krankenhaus „Barmherzige Brüder“ in der Nähe von Schloss Nymphenburg, wo der internistische Teil des Checks stattfand. Begleitet wurde er auch von seinem Berater Björn Bezemer.

Um 13.49 Uhr verließ der Senegalese wieder die Klinik. Er gab noch ein paar Autogramme und posierte im Bayern-Shirt mit Fan Sady Badara. Im Anschluss sprach er gegenüber „Bild“ das erste Mal über seinen Wechsel: „Als mir mein Berater das erste Mal von dem Interesse von Bayern München erzählt hat, war ich gleich Feuer und Flamme. Ich habe mich dort gleich gesehen. Für mich war es der richtige Verein zur richtigen Zeit. Es ist einer der größten Vereine der Welt und die Mannschaft kämpft immer um alle Titel mit.“

Ein Fan macht ein Erinnerungs-Foto mit Sadio Mané.

Fan Sady Badara posiert am Dienstag (21. Juni 2022) mit Sadio Mané nach dem Medizincheck.

Zusätzlich sprach er auch über die sportlichen Ziele, vor allem in Bezug auf die Königsklasse. „Jedes Kind will die Champions League gewinnen, jeder Fußballspieler in der Welt. Ich bin jetzt in einem sehr, sehr konkurrenzfähigen Team. Aber noch ist es etwas früh, über das Champions-League-Finale zu sprechen, wir haben ja noch nicht mal ein Spiel zusammen gemacht. Wir werden aber alles geben, um ins Finale einzuziehen.“

Anschließend fuhr der Neuzugang zu seinem Fünf-Sterne-Hotel Mandarin Oriental in der Innenstadt, traf dort auch die Bayern-Bosse zum Mittagessen. Am Mittwoch (22. Juni) soll der Königstransfer der Münchner dem Anlass entsprechend in der Allianz-Arena vorgestellt werden. Zuvor leistete er noch die Unterschrift unter einen Dreijahresvertrag.

Sportboss Hasan Salihamidzic (45) platzte nach dem Transfer-Erfolg fast vor Stolz, erklärte der „Bild“: „Sadio kommt auf dem Höhepunkt seiner Karriere, in einem Top-Alter, ist topfit und er hat die Gier nach Titeln – da ist er genau beim richtigen Verein. Wir sind alle stolz und glücklich, dass so ein Weltstar zum FC Bayern kommt.“

Mané sei „von der ersten Minute an Feuer und Flamme für den FC Bayern“ gewesen. „Das bedeutet uns allen sehr viel – mir, dem Trainer-Team, dem ganzen Klub. Es ist wunderbar, dass wir so einen Spieler für unsere Mannschaft gewinnen konnten“, so Salihamidzic weiter. Bis zu 41 Millionen Euro (32 Millionen fix plus Boni) kostet der Offensivspieler des FC Liverpool. Die Erwartungen an den 30-Jährigen sind entsprechend riesig.

„Mané ist ein Ausnahme- und Unterschied-Spieler“, betonte Sky-Experte Lothar Matthäus (61). „Er kann jeder Mannschaft der Welt helfen“, ergänzte Roger Schmidt (55). Der hatte den Senegalesen einst bei RB Salzburg trainiert. Für ihn sei Mané „eine Offenbarung“, betonte zudem die Liverpool-Legende Alan Kennedy (67): Er mache die Spieler „um sich herum besser“.

Sadio Mané: Bayern München landet Transfer-Coup

Für den zuletzt in die Kritik geratenen Salihamidzic ist die Verpflichtung Manés ein Coup – doch vor dem Trainingsstart am 4. Juli muss der Sportvorstand einige Probleme lösen. Auch auf Trainer Julian Nagelsmann (34), dessen Wunschspieler der vielseitig einsetzbare Mané ist, warten Konflikte im Kader.

Nach wie vor ist die Zukunft von Torgarant Robert Lewandowski (33), aber auch von Serge Gnabry (26) offen. Lewandowski will unbedingt zum FC Barcelona, Gnabry seinen 2023 auslaufenden Vertrag bisher nicht verlängern. Der Mané-Transfer könnte ein Fingerzeig für Nationalspieler Gnabry sein, beide spielen auf der Außenbahn.

Eine Meinung zur Lewandowski-Debatte wollte sich der Senegalese aber vorbehalten: „Ich bin kein Spieler, der sich auf solche Dinge konzentriert. Ich bin hier für den FC Bayern. Und: Ich werde alles dafür tun, damit ich mit meinen Team-Kollegen Titel gewinne!“

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