FC Bayern kommt nicht zur Ruhe Polen-Ärger für Lewandowski: Party und Dreh bei Nationalteam-Reise

Robert Lewandowski hadert nach einer vergebenen Torchance.

Robert Lewandowski, hier bei der Niederlage des FC Bayern am 19. November in Augsburg, sieht sich aktuell scharfer Kritik aus Polen ausgesetzt.

Neben den Impf-Zögerern beim FC Bayern München wird es jetzt auch für Torjäger Robert Lewandowski ungemütlich. Gegenwind für ihn gibt es allerdings nicht in München, sondern in seiner polnischen Heimat.

Warschau/Kiew. Das Chaos abseits des Rasens wird beim FC Bayern München immer größer. Neben der Impf-Debatte um Joshua Kimmich (26) und weitere ungeimpfte Spieler sorgt jetzt ausgerechnet Musterprofi Robert Lewandowski (33) für den nächsten störenden Nebenschauplatz.

Vor dem Auswärtsspiel der Münchner in der Champions League bei Dynamo Kiew am Dienstag (23. November 2021, 18.45 Uhr, DAZN) muss sich der Pole mit harter Kritik und vorwurfsvollen Anschuldigungen aus seiner polnischen Heimat auseinandersetzen.

Robert Lewandowski fehlte bei Polen-Patzer in der WM-Quali

Denn wie aktuell beim FC Bayern München stimmt es auch in der polnischen Nationalmannschaft weder auf noch neben dem Platz. Mit der 1:2-Heimniederlage gegen Ungarn verspielte das Team von Trainer Paulo Sousa (51) eine bessere Ausgangslage für die WM-Play-offs im März 2022. Statt möglicher Heimspiele gegen Nordmazedonien oder Schottland droht jetzt ein Auswärtsspiel bei einem Top-Gegner wie Italien oder Portugal.

Das große Problem: Robert Lewandowski stand am 15. November gegen Ungarn gar nicht auf dem Platz, begründete das in einer anschließenden Stellungnahme mit der hohen Belastung der vergangenen Monate. Wirbel gibt es jetzt allerdings darum, dass sich Lewandowski in der Länderspielpause in Polen um etliche Dinge gekümmert hatte, nur nicht um seine vorrangigen Pflichten mit dem Nationalteam.

„Ich habe signalisiert, dass ich durch so viele Spiele und die Kenntnis meines Körpers in beiden Spielen möglicherweise nicht in der optimalen Verfassung bin“, sagte Lewandowski vergangene Woche Mittwoch (17. November). Vielen Fans stößt diese Aussage nach neuen Meldungen jetzt übel auf.

Kritik an Robert Lewandowski für Pensum bei Länderspiel-Reise

Wie die „Sportschau“ berichtet, nutzte Lewandowski die Zeit in Polen unter anderem für den Besuch einer prunkvollen Party von Milliardär Rafal Brzoski, brachte in Warschau zudem mehrere Drehtage für eine Doku des Streaming-Giganten Amazon Prime Video hinter sich.

Seine Zuschauer-Rolle beim Spiel gegen Ungarn im Nationalstadion der polnischen Hauptstadt soll er außerdem als Anlass für ein Fotoshooting mit dem Magazin „France Football“ genutzt haben. Das Fachmagazin ist Ausrichter der Wahl zum Weltfußballer, bei der sich Lewandowski im Dezember gute Chancen ausrechnet.

Robert Lewandowski hofft mit Polen auf seine womöglich letzte WM

Die polnische Fußball-Legende Zbigniew Boniek (65), einst Präsident des nationalen Fußballverbandes PZPN, nörgelte öffentlich: „Wäre ich noch Präsident und hätte mir Nationaltrainer Sousa gesagt, wie die Situation aussieht, hätte ich ihn und Robert zu einem Gespräch eingeladen und gesagt, dass dies nicht akzeptabel ist.“

Die Kratzer an seinem Image als Nationalheld kann Lewandowski jetzt wohl erst im März bei seinen Einsätzen in den WM-Play-offs beiseite wischen. Allerdings lief zuletzt bereits die EM 2021 im Sommer alles andere als nach Plan. Lewandowski scheiterte als Kapitän mit seiner Auswahl in der Vorrunde. Die WM könnte für den dann 34-Jährigen womöglich bereits das letzte große Turnier sein. (bc)

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