Auch die Prime-Expertenrunde war sich nach dem Spiel einig, dass das Halbfinal-Hinspiel zwischen PSG und dem FC Bayern ein außerordentliches war. Zum Schluss lenkte Mats Hummels dann noch einmal ab.
Bayerns PSG-WahnsinnTV-Experten: „Wilder Westen“ – Hummels überrascht mit T-Shirt-Spruch

Es war ein Champions-League-Abend der Superlative, Paris Saint-Germain gewann mit 5:4 gegen den FC Bayern München.
Nach dem Halbfinal-Hinspiel der beiden aktuell wohl besten Mannschaften Europas am Dienstagabend (28. April) war auch die Expertenrunde bei Prime Video erstaunt, was sie da für ein Fußballspiel sehen durfte.
Jonas Friedrich: „Emotionales Erdbeben“
Die Bayern gingen durch einen Elfmeter von Harry Kane in Führung (17. Minute), PSG drehte die Partie in nur neun Minuten durch Khvicha Kvaratskhelia (24.) und Joao Neves (33.), aber die Münchner kamen durch Michael Olise wieder zurück (41.). Noch vor der Pause brachte Ousmane Dembélé die Hausherren mit seinem verwandelten Elfmeter wieder in Führung (45.+5). Noch nie zuvor fielen in einer Halbzeit eines Champions-League-Halbfinals fünf Tore – Wahnsinn!
Aber der Wahnsinn hatte noch lange kein Ende. In Halbzeit zwei erhöhten die Pariser durch Kvaratskhelia (56.) und Dembélé (58.) innerhalb von nur zwei Minuten sogar auf 5:2. Schon das sichere Halbfinal-Aus für die Bayern? Mitnichten!
Die Mentalitätsmonster von der Säbener Straße stellten sich der Herausforderung, verkürzten durch Dayot Upamecano (65.) und Luis Diaz (68.) in nur drei Minuten auf 4:5 und erkämpften so eine akzeptable Ausgangslage für das Rückspiel am Mittwoch (6. Mai, 21 Uhr).
PSG-Trainer Luis Enrique sprach nach Abpfiff „vom besten Spiel, das ich als Trainer erlebt habe“. Der 55-Jährige ist immerhin schon zweimal Champions-League-Sieger, Klubweltmeister und mehrfach Meister und Pokalsieger in Spanien und Frankreich geworden.
„Das war ein emotionales Erdbeben sondergleichen. Windstärke kaum messbar. Hat es so was jemals gegeben?“, fragte Prime-Moderator Jonas Friedrich (45) nach der Partie in die Expertenrunde bestehend aus Tabea Kemme (34), Christoph Kramer (35) und Mats Hummels (38).
Kemme antwortete als Erste: „Ne, also ich bin auch noch fix und fertig.“ Auch Hummels war sichtlich begeistert: „Das war hier ein Tollhaus. Also nach dem 5:2 hattest du das Gefühl, es wird jetzt einfach nur noch ein Erdrutsch in Richtung Bayern-Tor. Von dem, wie sich die Fans verhalten haben, und auch, wie man die Stimmung auf dem Platz wahrgenommen hat. Deswegen sehr beeindruckend, dass sie noch ein ordentliches Ergebnis rausgeholt haben, weil es hätte auch heute vorbei sein können.“
Hummels merkte an, dass die Partie auch gut und gerne 9:9 hätte ausgehen können. Dem pflichtete Kramer bei: „Wir kennen ja alle so Spiele, in denen jeder Schuss ein Treffer war, und das war es heute mal nicht. Wenn jeder Schuss ein Treffer gewesen wäre, geht das hier wirklich 9:9 aus. So ein Spiel habe ich glaube ich noch nie in meinem Leben gesehen. Das war wilder Westen. Es war ein Weltklasse-Spiel.“
Kramer sei deshalb aber auch sehr gespannt auf das Rückspiel. Für Hummels sei beeindruckend gewesen, dass die Innenverteidigung der Bayern – bestehend aus Upamecano und Jonathan Tah – trotz der fünf Gegentore ein super Spiel gemacht habe.
Hummels lenkte zum Schluss dann aber nochmal etwas überraschend vom Thema ab: „Ich hätte noch einen Schlusssatz: Es wird das erste Mal frisch im T-Shirt. Bis gerade eben lief es echt souverän, deswegen gutes Timing. Aber ich bin gut durchgekommen.“ Der Ex-BVB-Profi stand den gesamten Abend im schlichten schwarzen T-Shirt am Spielfeldrand, seine Prime-Kollegen hatten alle Jacken an.
