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+++ EILMELDUNG +++ Schiri-Ärger, wenig Chancen Frühes Dembélé-Tor sorgt für bitteres Bayern-Aus

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Experten toben über SchiriBayern gegen PSG benachteiligt? „Ganz klares Ja!“

Joshua Kimmich signalisiert dem Schiedsrichter ein Handspiel.

Copyright: IMAGO/MIS

Joshua Kimmichs Proteste helfen nicht: Schiedsrichter João Pinheiro bleibt bei seiner Entscheidung.

Aktualisiert:

Der FC Bayern fliegt gegen PSG raus – und ärgert sich massiv über den Schiri. Michael Ballack und Sami Khedira finden ganz klare Worte.

Riesen-Aufregung in der Allianz-Arena – und auf der Tribüne schauen sich Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge kopfschüttelnd die Wiederholungen auf dem Tablet an.

Der FC Bayern München ist im Halbfinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain bereits in der 3. Minute durch ein Tor von Ex-BVB-Star Ousmane Dembélé in Rückstand geraten. Ein früher Nackenschlag, von dem sich der deutsche Rekordmeister nur schwer erholt – der späte Ausgleich von Harry Kane in der Nachspielzeit reicht nicht mehr.

Ballack und Khedira schimpfen über Schiedsrichter

Der Unparteiische João Pinheiro aus Portugal erweist sich nicht unbedingt als Heimschiedsrichter – um es mal vorsichtig zu formulieren. Gleich mehrere knifflige Szenen bringen nicht nur Bayern-Trainer Vincent Kompany aus der Fassung.

Zunächst wird ein aussichtsreicher Angriff der Bayern wegen einer vermeintlichen Abseitsposition von Harry Kane früh zurückgepfiffen – sehr zum Ärger von DAZN-Experte Michael Ballack. Dass das Schiedsrichter-Team den Angriff nicht, wie seit Einführung des VAR bei knappen Entscheidungen eigentlich vorgesehen, laufen lässt, um nachträglich auf Abseits zu checken, bringt den ehemaligen DFB-Kapitän zur Weißglut. „Eine grobe Fehlentscheidung“, schimpft Ballack am Mikro.

Später fordert die Bayern-Bank wegen eines Handspiels Gelb-Rot für Nuno Mendes. Doch der Schiedsrichter will vorher ein Handspiel von Mendes’ Gegenspieler Konrad Laimer gesehen haben. „Clever vom Schiedsrichter, wenn er die Gelb-Rote Karte gegen Mendes nicht geben will, ein Handspiel von Laimer zu pfeifen“, kommentiert Ballack süffisant. Eine Auflösung gibt es zunächst nicht, denn die Zeitlupe steigt bei der Szene zu spät ein.

Das bemängelt auch Mario Basler, der das Spiel im Sport1-„Fantalk“ verfolgt. „Komischerweise haben sie bei dieser Szene von Laimer keine Wiederholung gezeigt. Ich habe jetzt nicht gesehen, wo Laimer ein Handspiel gemacht haben soll.“

In der Halbzeit bringt DAZN dann Licht ins Dunkel. Laimer hat den Ball eindeutig nicht mit der Hand gespielt! Es hätte also Gelb-Rot für Mendes von dessen Landsmann Pinheiro geben müssen. „Das ist eine krasse Fehlentscheidung, weil spielverändernd“, so DAZN-Experte Sami Khedira, der vor allem wegen dieser Szene auf die Frage von Laura Wontorra, ob die Bayern in der ersten Halbzeit benachteiligt wurden, ohne zu zögern sagt: „Ganz klares Ja.“

Ein weiterer Aufreger folgt wenig später: Joao Neves spielt den Ball im eigenen Strafraum nach einem Befreiungsschlag von Mitspieler Vitinha mit dem Arm. Doch einen Elfmeter gibt es dafür nicht. Auf der Tribüne toben Hoeneß und Rummenigge. Der frühere Schiedsrichter Manuel Gräfte tobt bei X: „Sorry, aber das ist alles nur noch ein Witz… Der Arm geht in die Flugbahn und das diesmal sogar noch weit ausgestreckt auf Schulterhöhe und auch erst nachdem (!) der Ball geschlagen wurde. So schon 100-prozentig Elfmeter, aber erst recht im Kontext des Hinspiel–Wahnsinn!“ Damit spielt er auf den umstrittenen Handelfmeter gegen Alphonso Davies an.

Khedira erklärt später in der Halbzeit, dass auch seine erste Reaktion war: „Ganz klarer Elfmeter.“ Aber: „Ich habe den einen oder anderen Kontakt zu Top-Schiedsrichtern, national wie international, und sie haben mir das ein bisschen erklärt. Es gibt eine kurze Reaktionszeit und entscheidend ist, dass der Ball vom eigenen Mann kommt und aus dem Strafraum rausgeht. Es wurde also keine Torchance oder sogar ein Torerfolg verhindert. Also ist es in dem Fall – leider, für die Bayern – richtig entschieden.“

Laut dem International Football Association Board (IFAB) gilt: Wird ein Spieler bei einem Schuss oder Kopfball eines Mitspielers an der Hand oder am Arm vom Ball getroffen, liegt kein Handspiel vor. Es sei denn, der Ball landet direkt im gegnerischen Tor oder der Spieler erzielt unmittelbar danach ein Tor – in diesem Fall erhält die gegnerische Mannschaft einen direkten Freistoß.

Die Fans in den Sozialen Medien sind dennoch maximal frustriert. „Jetzt no joke: Ist das Spiel geschoben?“, fragt ein User bei X. „Wahnsinn, Bayern wird schlimmer verarscht als Deutschland 2024!!!“, meint ein anderer in Anspielung auf das EM-Viertelfinale mit dem nicht geahndeten Handspiel des Spaniers Cucurella.

Ousmane Dembélé erzielt das 1:0 für PSG gegen Bayern.

Schiri-Ärger, wenig Chancen

Frühes Dembélé-Tor sorgt für bitteres Bayern-Aus