WM-Hoffnung Vinícius: Zwischen Genie und Provokation.
„Er macht zu viel Theater“Bayern-Legende mit harter Kritik an Brasiliens WM-Hoffnung

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Brasiliens polarisierender Offensivstar: Vinícius Júnior (l.). (Archivbild)
Sportartikel, Hotelzimmer, Energydrinks: Es gibt gefühlt kaum etwas, wofür Vinícius Júnior (25) in den sozialen Medien nicht die Werbetrommel rührt. Der Superstar von Real Madrid und der brasilianischen Nationalmannschaft beliefert seine rund 60 Millionen Follower bei Instagram pausenlos mit neuen Posts. Aber kann er auch die Hoffnungen von 200 Millionen Brasilianerinnen und Brasilianern erfüllen?
Der Druck auf den Offensiv-Star vor der WM ist gewaltig. Er wisse, dass er in der Seleção inzwischen „an vorderster Front“ stehe, sagte der 25-Jährige kürzlich. Das sei eine „riesige Verantwortung“, die er aber schätze. Wenn Brasilien am Sonntag (0.00 Uhr/MESZ) in New Jersey gegen Marokko in die Jagd auf den sechsten WM-Titel startet, wird viel von ihm abhängen.
„Der beste Coach, den ich je hatte“
Eine Schlüsselrolle könnte dabei sein langjähriger Trainer spielen. „Er ist einer der Größten im Fußball, wenn nicht sogar der Größte“, sagte Vinícius Júnior über Carlo Ancelotti. Vier Jahre lang arbeiteten die beiden bei Real Madrid zusammen, gewannen zweimal die Champions League. Seit vergangenem Sommer ist Ancelotti nun sein Chef in der Nationalmannschaft.
Der erfahrene Italiener soll mit einem Vertrag bis 2030 die lange Leidenszeit der Brasilianer beenden und sie zum ersten WM-Triumph seit 24 Jahren führen. Doch die Qualifikation lief holprig und die Diskussionen um das Team reißen nicht ab – auch wegen der überraschenden Nominierung von Altstar Neymar (34).

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Brasiliens Trainer bei der Titeljagd: Carlo Ancelotti. (Archivbild)
Im Nationalteam nicht so stark wie bei Real
Dass Neymar, der seit Oktober 2023 kein Länderspiel mehr bestritten hat, überhaupt im Kader steht, sorgte für Aufsehen. Doch auch Vinícius Júnior polarisiert. Sportlich muss der Real-Star im Nationaltrikot noch eine Schippe drauflegen, um zum echten Heilsbringer zu werden.
Neun Tore in 49 Länderspielen sind eine magere Ausbeute für einen Spieler seiner Klasse. An seine überragenden Leistungen in Madrid kam der Tempodribbler für Brasilien selten heran. Während Trainer Ancelotti von der Reife seines Schützlings überzeugt ist, sehen das andere kritischer.
„Er macht zu viel Theater, sorgt außerhalb des Platzes für zu viele Schlagzeilen. Er sollte sich mehr auf den Fußball fokussieren“, kritisierte Ex-Bundesliga-Star Giovane Elber (ehemals VfB Stuttgart und FC Bayern München) in der „Sport Bild“.

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Brasiliens polarisierender Altstar: Neymar. (Archivbild)
Immer wieder Provokationen und Diskussionen
Die Liste der Schlagzeilen ist tatsächlich lang. Als 2024 nicht er, sondern der Spanier Rodri den Ballon d'Or gewann, boykottierte die Real-Delegation um Vinícius Júnior die Gala. Eine Bitte des Clubs, wie der Angreifer später erklärte. Die Debatte um mangelnden Respekt war da aber schon entbrannt.
Auch bei der Verabschiedung seiner langjährigen Teamkollegen Dani Carvajal und David Alaba bei Real fehlte Vinícius Júnior in diesem Sommer und sorgte für neue Diskussionen. Auf dem Platz gehört Provokation genauso zu seinem Spiel wie technische Genialität. Einst der kleine Junge aus São Gonçalo, jetzt der große Hoffnungsträger. Ob die Seleção zu den Topfavoriten gehört, ist fraglich. Polarisieren wird sie mit Vinícius Júnior aber auf jeden Fall. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
