Vertrag läuft aus „Tickende Zeitbombe“: Barça setzt Chaos-Profi Ousmane Dembélé Ultimatum

Barcelonas Ousmane Dembélé beim Auswärmen vor einem Spiel.

Ousmane Dembélé, hier am 16. Mai 2021 im Training des FC Barcelona, hält sich seine Zukunft weiter offen.

Die Zukunft von Ousmane Dembélé beim FC Barcelona hängt weiter am seidenen Faden. Barça würde gerne verlängern und setzt sogar ein Ultimatum, Dembélé dagegen hält sich weiter alle Optionen offen.

Bleibt er oder geht er? Seit Saisonbeginn steht hinter der Zukunft von Flügelstürmer Ousmane Dembélé (24) beim FC Barcelona ein dickes Fragezeichen. Die Vertragsverhandlungen werden immer mehr zur Hängepartie, jetzt soll der Klub einem der teuersten Einkäufe der Geschichte ein Ultimatum gesetzt haben.

Die Sport-Tageszeitung „Mundo Deportivo“ berichtet von einer Zwei-Wochen-Frist, in der sich Dembélé und Berater Moussa Sissoko abschließend zum Verlängerungs-Angebot äußern sollen. Schließlich könnte der frühere Dortmunder schon zwei Wochen später, ab dem 1. Januar 2022, frei mit möglichen neuen Arbeitgebern ab der Saison 2022/2023 verhandeln.

FC Barcelona will Ousmane Dembélé unbedingt halten

Bislang konnte Dembélé die hohen Erwartungen nach dem Wechsel für 135 Millionen Euro im Sommer 2017 nur in Ansätzen erfüllen. Nachdem sich der Franzose von Borussia Dortmund zu seinem Traumverein nach Katalonien gestreikt hatte, fiel er auch bei Barça immer wieder mit Undiszipliniertheiten und zahlreichen Verletzungen auf. Von bisher möglichen 221 Spielen bestritt Dembélé 121, die weiteren 100 verpasste er wegen diverser Verletzungen.

Beim FC Barcelona glaubte niemand an Zufall oder Pech. Die Verantwortlichen schrieben die häufigen Ausfälle auch Dembélés mangelnder Professionalität und dessen ungesunder Ernährung zu, engagierten zeitweise sogar einen Privat-Koch und einen Aufpasser für den exzentrischen Angreifer. Langfristigen Erfolg hatte jedoch keine der Maßnahmen.

Angesichts der großen Investition kommt es für den Klub allerdings nicht infrage, Dembélé ablösefrei ziehen zu lassen. Schließlich deutete der sein gewaltiges Talent zumindest zeitweise immer wieder mal an, zudem soll Trainer Xavi (41) überzeugt sein, ihm zu mehr Konstanz zu verhelfen. Mit erst 24 Jahren bleibt noch immer viel Zeit für die weitere Entwicklung. Doch längst sitzt der Verein nicht mehr am längeren Hebel.

Drohung lässt Ousmane Dembélé kalt: Wechsel von Barça in die Premier League?

Eine Tribünen-Drohung bei ausbleibender Verlängerung beeindruckte vor knapp zwei Monaten weder Ousmane Dembélé noch Berater Sissoko. Als der Profi nach längerer Verletzung wieder fit war und noch immer nicht verlängert hatte, durfte er auch wieder spielen. Am Samstag gab er beim 3:1 in Villarreal dann auch sein Saison-Debüt in der Liga. Kurz zuvor war er mal wieder zu spät zum Training gekommen, weil er statt einer Vormittags- mit einer Nachmittagseinheit gerechnet hatte.

Schon länger soll Dembélé nach Angeboten aus der englischen Premier League Ausschau halten, die noch einmal einen deutlichen Gehalts-Sprung im Vergleich zum aktuelle Barça-Vertrag bieten sollen. Die Namen Newcastle und Manchester United fallen immer wieder als mögliche Interessenten. Dagegen sollen die finanziell angeschlagenen Katalanen bislang angeblich sogar nur eine Offerte mit geringeren Bezügen als aktuell vorgelegt haben.

Als „tickende Zeitbombe“ bezeichnete das Barça-nahe Blatt „Sport“ den komplizierten Fall Dembélé am Donnerstag (2. Dezember 2021). Die Unruhe bei den Verantwortlichen werde immer größer. Und mit jedem Tag, an dem der Weltmeister von 2018 sich nicht zu seiner weiteren Zukunft beim FC Barcelona bekennt, wird das Ticken am Camp Nou ein kleines bisschen lauter.

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