Umstrittener Deal Ist das der wahre Grund für überraschenden Rückzug von Barca-Star Gerard Piqué?

Gerard Piqué vom FC Barcelona während der Pressekonferenz im Stadion San Paolo.

Gerard Piqué am 24. Februar 2020 bei einer Pressekonferenz für den FB Barcelona.

Gerard Piqué will am Samstag sein letztes Spiel für den FC Barcelona bestreiten. Doch was sind die Gründe für sein plötzliches Karriere-Ende?

Seine Entscheidung schlug eine wie eine Bombe – und viele Fans sind traurig und entsetzt. Am 3. November 2022 hatte der spanische Profi Gerard Piqué (35) überraschend sein Karriere-Ende angekündigt.

Der katalanische Profi vom FC Barcelona will am Samstag (5. November, 21 Uhr) gegen UD Almería sein letztes Spiel absolvieren. Für Barca hat Piqué in 14 Jahren mehr als 600 Profi-Spiele gemacht, unter anderem gewann er mit dem Klub dreimal die Champions League.

Gerard Piqué: Umstrittener Deal der Grund für den Rücktritt?

Sein letztes von 102 Länderspielen bestritt er bei der WM 2018 in Russland. Piqué wurde Europameister (2012) und Weltmeister (2010) mit den Spaniern.

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Jetzt wird spekuliert, was genau der Grund für den plötzlichen Rücktritt des Verteidigers sein könnte. Die Journalistin Natalia Torrente von „Relevo“ (spanische Online-Seite) spekulierte nun, dass Piqués Geschäftsbeziehungen zur spanischen Liga ein Hauptgrund sein könnten.

In Spanien soll demnach bald ein neues Sportgesetz verabschiedet werden: Ein aktiver Spieler darf dann keinerlei geschäftliche Beziehungen zu einer Wettbewerbs-Organisation pflegen. Das sieht bei Piqué aktuell aber anders aus: Seine Agentur Kosmos arbeitet mit La Liga zusammen.

Im April 2022 schrieben spanische Medien wie die Tageszeitung El Confidencial, dass Piqué daran beteiligt war, dass der spanische Supercup in Saudi-Arabien ausgetragen wird. Piqués Agentur soll für den Deal 24 Millionen Euro kassiert haben.

Es war ein umstrittener Deal, der für reichlich Wirbel und Unmut sorgte. Der Supercup feierte Anfang Januar 2022 Premiere im Wüstenstaat, wo grundlegende Menschenrechte missachtet werden. Der spanische Verband soll pro Jahr 40 Millionen Euro kassieren.

Zudem ist Piqué auch noch Funktionär. Als Präsident des Zweitlisten FC Andorra könnte es auch Interessenkonflikte geben, vor allem, wenn Andorra aufsteigen sollte.

Pique sagte in seinem zweiminütigen Abschiedsvideo nicht viel über die Gründe. Nur soviel: „Da all die Träume dieses Kindes wahr geworden sind, möchte ich euch mitteilen, dass ich beschlossen habe, dass es jetzt an der Zeit ist, diese Reise zu Ende zu bringen. Ich habe immer gesagt, dass es kein anderes Team nach Barça geben wird. Und so wird es sein. Ich werde ein normaler Fan sein. Ich werde das Team unterstützen. Ich werde die Liebe für Barça an meine Kinder weitergeben. So wie es meine Eltern mit mir gemacht haben.“

Piqué wurde in Barcelona geboren, er startetet früh bei Barca, ging dann zu Manchester United und Real Saragossa. Seit 2008 war er wieder beim FC Barcelona unter Vertrag. Zuletzt wurde er von Trainer Xavi nicht mehr oft eingesetzt. Vom Fußball will er sich natürlich nicht verabschieden: „Ihr kennt mich. Früher oder später werde ich zurück sein. Wir sehen uns im Camp Nou.“ (ubo)

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