Sensations-Geste blieb aus Ganz ohne Gehalt: Barça hoffte auf Messi-Verbleib zum Nulltarif

Barcelonas Lionel Messi gestikuliert im Copa del Rey-Spiel des FC Barcelona gegen CD Leganes im Stadion Camp Nou.

Lionel Messi, hier am 30. Januar 2020 im Pokalspiel des FC Barcelona gegen CD Leganés, verließ den Klub im Sommer.

Der FC Barcelona hätte Lionel Messi auch über dessen Vertragsende im Juni 2021 gerne weiterbeschäftigt - allerdings gratis. Barça-Boss Joan Laporta berichtete jetzt, dass er auf ein Messi-Zugeständnis gehofft habe.

Barcelona. Es hätte eine der spektakulärsten Gesten der Fußball-Geschichte werden können – doch am Ende funkte ausgerechnet die Stadt der Liebe dazwischen. Joan Laporta (59), seit März Präsident beim FC Barcelona, hat am Freitag (8. Oktober 2021) berichtet, dass er bis zuletzt auf einen Verbleib von Superstar Lionel Messi (34) gehofft habe – zum Nulltarif.

Wegen der finanziellen Schieflage bei Barça ging die 21 Jahre andauernde Liebesbeziehung in die Brüche, Messi fand bei Paris Saint-Germain schnell einen neuen Herzensklub. Ein Verbleib in Katalonien wäre nur dann möglich gewesen, wenn Messi sein astronomisches Jahresgehalt von zuvor angeblich 138 Millionen Euro auf null reduziert hätte.

FC Barcelona wollte, dass Lionel Messi gratis spielt

Auf die Frage, ob er sauer auf Messi sei, antwortete Laporta beim Radiosender RAC1: „Nein, ich mag ihn zu sehr, um mich zu ärgern. Aber im Moment, in dem man merkt, dass es nicht sein soll, besteht vielleicht Enttäuschung auf beiden Seiten.“

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Während Messi seinem ehemaligen Arbeitgeber die finanzielle Schieflage und das Ausbleiben eines neuen Angebots übelnahm, hoffte der Klub auf ein Entgegenkommen des Spielers. „Ich hatte die Hoffnung, dass es doch noch eine Wende gibt und er gesagt hätte: ‚Ich spiele gratis‘“, sagte Laporta. Er räumte allerdings ein: Von Spielern der Qualität Messis könne man so eine Geste kaum erwarten.

Inzwischen deute aber alles darauf hin, dass der sechsmalige Weltfußballer bereits vor dem endgültig beschlossenen Abschied eine lukrative PSG-Offerte vorliegen hatte, was die Verhandlungen noch einmal deutlich erschwerte. Einer Reduzierung seiner Bezüge um rund die Hälfte als maximale Schmerzgrenze habe Messi angeblich zugestimmt, doch selbst das lag noch weit über den Möglichkeiten des angeschlagenen Vereins.

Nach Lionel Messi: FC Barcelona stellt sich finanziell neu auf

Durch massive Gehaltseinsparungen hat die neue Klub-Führung, die Laporta seit März 2021 um sich geschart hat, einen ersten wichtigen Schritt beim auf fünf Jahre ausgelegten Not-Finanzplan gemacht. Zu den künftigen Einnahmequellen soll auch ein Sponsorenname für das Camp Nou gehören, eigentlich ein Heiligtum für den stolzen Klub.

Laporta: „Man muss verstehen, dass das neue Stadion neue Einnahmen generieren wird. Es wird einen gesponserten Namen erhalten, weil wir alle unsere Potenziale nutzen müssen.“ Gleichzeitig soll das Camp Nou innerhalb der kommenden vier Jahre renoviert und die Kapazität auf 110.000 Zuschauer aufgestockt werden.

Das bis 2025 ebenfalls komplett renovierte Vereinsgelände könne einen „ähnlichen Einfluss auf die Stadt haben wie die Olympischen Spiele“, versprach Laporta mit Blick auf die Sommerspiele, die 1992 stattgefunden hatten. In vier Jahren, so die Hoffnung, will der FC Barcelona dann auch wieder zu den großen Aushängeschildern der Sport-Welt gehören.

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