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„Können tun, was sie wollen“Deutscher Trainer poltert gegen England-Spitzenreiter

Nach der Niederlage seiner Mannschaft gegen Arsenal wurde Fabian Hürzeler deutlich. Die Spielweise der Gunners geht ihm mächtig gegen den Strich.

Der FC Arsenal stürmt in der Premier League dem Titel entgegen. Doch die Kritik an der Spielweise der Gunners wird immer lauter!

Nachdem Liverpool-Trainer Arne Slot zu Wochenbeginn über den hohen Fokus auf Standards in England klagte, der vor allem von Arsenal vorgelebt wird, wurde nun auch der deutsche Trainer Fabian Hürzeler deutlich.

Hürzeler: „Nur eine Mannschaft hat versucht, Fußball zu spielen“

Der Teammanager von Brighton & Hove Albion kritisierte den Spitzenreiter FC Arsenal scharf. „Das ist kein Fußball“, polterte der ehemalige Coach des FC St. Pauli nach dem 0:1 (0:1) im Duell mit den Gunners.

Hürzeler ging es bei seiner Kritik aber weniger um Standardsituationen, er warf der Elf von Mikel Arteta vielmehr ausdauerndes Zeitschinden vor. Der Schiedsrichter Chris Kavanagh habe sich im Gespräch machtlos gezeigt.

„Wenn sie am Ende Meister werden, wird niemand fragen, auf welche Weise sie es geschafft haben“, meinte Hürzeler, schob aber hinterher: „Es geht um die Regeln. Die Premier League muss Regeln dagegen finden. Wenn die Liga und der Schiedsrichter alles erlauben, wird’s schwierig.“

Er würde „niemals“ versuchen, auf diese Art Spiele zu gewinnen. „Nur eine Mannschaft hat versucht, Fußball zu spielen – und ich bin stolz darauf, wie wir das gemacht haben. Ich liebe es, wie wir gespielt haben“, meinte Hürzeler.

Jede Mannschaft spiele mal auf Zeit, „aber es muss eine Grenze geben“. Aktuell sei es aber so, dass die Gunners „tun können, was sie wollen“. In Spielen gegen Arsenal sinke die effektive Spielzeit regelmäßig von 60 auf 50 Minuten, schimpfte er.

Konfrontiert mit Hürzelers Aussagen entgegnete Arteta: „Was für eine Überraschung. Ich liebe meine Spieler und ich liebe die Art, mit der wir konkurrieren.“ (sid)

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