Ein Fußball-Derby in Hürth endet mit einem Gewaltausbruch: Nach dem Spiel fliegen die Fäuste, es gibt Verletzte.
Eskalation nach AbpfiffSchlägerei bei Lokalderby vor Toren Kölns

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Im Lokalderby zwischen dem FC Hürth und der SpVg Frechen 20 gab es Rote Karten während des Spiels und eine Schlägerei im Anschluss. (Symbolbild)
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Ein eigentlich faires Lokalderby zwischen dem FC Hürth und der SpVg Frechen 20 ist am 7. Spieltag völlig aus dem Ruder gelaufen. Nach dem Schlusspfiff kam es zu einer brutalen Schlägerei.
Sahin Yildirim, der Vorsitzende von Frechen 20, berichtet von schockierenden Szenen am Salus Park. Demnach soll der Vater eines Hürther Spielers auf die Familie eines Frechener Akteurs losgegangen sein. Bei der Auseinandersetzung wurden mehrere Personen verletzt.
„Spieler und Familien verprügelt“ – Rassismus-Vorwurf im Raum
Yildirim ist fassungslos: „Umso bitterer ist es, dass unsere Spieler und ihre Familien an der Schranke in Hürth verprügelt werden. Das ist jetzt polizeiaktenkundig.“
Er stellt eine ernste Frage in den Raum und vermutet, dass der Angriff einen rassistischen Hintergrund gehabt haben könnte. „Ich mag den FC Hürth, aber hier muss sich der Verein fragen, ob er die richtigen Leute im Verein hat“, so der Frechen-Boss.
Dabei war das Spiel, das Frechen mit 2:1 (1:0) für sich entschied, sportlich schon hitzig genug. Sowohl Frechens Trainer Patrick Friesdorf als auch Hürths Spieler Daniel Sopo sahen die Rote Karte und mussten vorzeitig vom Platz. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Sportlich wurde es am Ende dramatisch. Zuerst glich Manuel Kabambi für Hürth in Unterzahl kurz vor Schluss zum 1:1 aus. Doch die letzte Aktion gehörte den Gästen: In der dritten Minute der Nachspielzeit schoss der eingewechselte Niklas Heidemann Frechen zum Sieg.
Für die Hürther eine bittere Pille, wie Nico Beck einräumte. Er machte seinem Team keinen großen Vorwurf, außer dass „wir unsere Torchancen in der ersten Hälfte nicht genutzt haben“. Die Mannschaft müsse diese Niederlage nun „erstmal schlucken“.
Der FC Hürth hat sich zu den schweren Vorwürfen und den Vorkommnissen nach dem Spiel bislang nicht geäußert. (red)
