Bei DFB-Duell mit England Hässlicher Vorfall: Rassismus-Pöbelei und Faust-Attacke im Stadion

Jude Bellingham applaudiert den Fans

Jude Bellingham applaudiert den Fans am 7. Juni nach dem Nations-League-Spiel in München gegen Deutschland. Der Profi von Borussia Dortmund soll während des Spiels rassistisch beleidigt worden sein.

Ein Stadionbesucher hat beim Nations-League-Spiel Deutschland gegen England in der Münchner Allianz-Arena für einen Rassismus-Eklat gesorgt. Nun ermitteln der DFB und die Polizei.

Hässlicher Vorfall am Rande des Nations-League-Krachers Deutschland gegen England (1:1): Auf der Tribüne ist es am Dienstagabend (7. Juni 2022) in der Schlussphase der Partie zu einer rassistischen Entgleisung eines Stadionbesuchers gekommen.

Der DFB verurteilte den Vorfall „aufs Schärfste“. Wie der Verband am Donnerstag (9. Juni) zudem mitteilte, wurden gegen den mutmaßlichen Täter nun strafrechtliche und verbandsrechtliche Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Stadionbesucher mit rassistischer Entgleisung bei DFB-Spiel

„Fußball ist vielfältig – so wie die ganze Gesellschaft. Der Fußball hat Vorbildfunktion und die Kraft, gesellschaftliche Veränderungsprozesse zu unterstützen. Der DFB tritt deshalb dafür ein, dass ein Klima des Respekts und der Mitmenschlichkeit im Fußball selbstverständlich ist“, hieß es in dem Statement des Verbandes. „Der DFB spricht sich klar gegen jegliche Form von Rassismus, Diskriminierung und Gewalt aus.“

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Gegen Ende der Partie in München war es zu dem rassistischen Vorfall gekommen. Wie der „Tagesspiegel“ am Donnerstag berichtete, soll ein Besucher zunächst eine rassistische Beleidigung in Richtung des englischen Profis Jude Bellingham (18) von Borussia Dortmund gerufen haben, als dieser auf dem Rasen gelegen habe.

Als ein anderer Zuschauer ihn bat, mit den Beleidigungen aufzuhören, soll auch er beleidigt und anschließend sogar ins Gesicht geschlagen worden sein. Ordner hätten danach den Mann, der geschlagen worden war, aus dem Block gebracht.

Rassismus-Attacke auf der Tribüne bei Nations-League-Spiel

„Während der Partie in der Münchner Allianz-Arena war ein Besucher des Spiels rassistisch beleidigt und körperlich attackiert worden“, hieß es vom DFB, ohne Details zu nennen. „Diskriminierungen in Form von Beleidigungen, Benachteiligungen oder Ausgrenzungen dürfen im Fußball keinen Platz haben.“

Der DFB weise auch ausdrücklich darauf hin, dass bei solchen oder anderen diskriminierenden Vorfällen das Ordnungspersonal im Stadion kontaktiert werden soll. Zusätzlich biete der DFB an Länderspieltagen im In- und Ausland ein Fan-Telefon an, über das jegliche Form von Hilfe angefordert werden kann. (dpa, kos)

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