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Hammer-Strafe für Impfpass-Fälschung DFB-Sportgericht sperrt Markus Anfang

Werders damaliger Trainer Markus Anfang steht an der Seitenlinie. Der ehemalige Werder-Trainer Anfang darf wegen der Nutzung eines gefälschten Impfpasses in dieser Saison nicht mehr als Trainer arbeiten.

DFB-Sportgericht sperrt Markus Anfang, hier am 15. August 2021 als Trainer von Werder Bremen, für ein Jahr.

Konsequenzen für Markus Anfang: Nach dem Impfpass-Skandal sperrt ihn das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes für ein Jahr.

Hammer-Strafe für Ex-FC-Coach Markus Anfang! Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat Markus Anfang, bis zum 20. November 2021 Trainer des Zweitligisten Werder Bremen, und seinen damaligen Co-Trainer Florian Junge mit Sperren belegt. Die Entscheidung fiel am Mittwoch (26. Januar 2022).

Rückwirkend zum 20. November darf Anfang ein Jahr lang keine Trainertätigkeit ausüben und muss 20.000 Euro Geldstrafe zahlen, Junge rückwirkend zum 20. November zehn Monate lang inklusive einer Geldstrafe von 3000 Euro.

Markus Anfang: DFB-Sportgericht setzt Strafe zur Bewährung aus

Ab dem 1. Juni dieses Jahres wird die Sperre für Junge bis zum 30. Juni 2023 zur Bewährung ausgesetzt, die Sperre für Anfang ab dem 10. Juni dieses Jahres ebenfalls bis zum 30. Juni des Folgejahres. Heißt: Zur neuen Saison könnten sich die beiden Trainer im Sommer eine neue Tätigkeit suchen.

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Anfang und Junge hatten sich im vergangenen Spätsommer jeweils einen gefälschten Impfausweis besorgt, der sie unzutreffend als „zweifach gegen das Coronavirus geimpft“ auswies. Diesen legten sie ihrem Arbeitgeber vor, sodass sie ab dem frühen Herbst nicht mehr an den im DFB-/DFL-Hygienekonzept vorgeschriebenen Testungen von Werder Bremen teilnahmen. Dazu verschaffte sich Anfang damit auch Zugang zu zwei Karnevalsparty am 11. November 2021 in Köln.

Markus Anfang legte gefälschten Impfpass vor

Zudem legten beide den gefälschten Impfausweis auch dem Bremer Gesundheitsamt vor, um sich infolge des Kontakts mit dem damals an Corona erkrankten Bremer Spieler Marco Friedl (23) der gesetzlich vorgeschriebenen Quarantäne zu entziehen. Damals kam die Behörde den beiden Trainern auf die Schliche.

Inzwischen hat Anfang gegenüber der Staatsanwaltschaft sein Fehlverhalten gestanden. Der Fußballlehrer habe „sich zu dem Vorwurf geäußert und den Tatvorwurf eingeräumt“, hatte der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Frank Passade am 6. Januar 2022 gesagt. „Wir müssen uns jetzt Gedanken machen, wie wir das Verfahren strafrechtlich abschließen. Naheliegend wäre, das Ganze mit einem Strafbefehl zu regeln.“

Auch Assistent Florian Junge wird vom Sportgericht gesperrt

Zumindest sportrechtlich ist die Strafe jetzt klar. Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, sagt: „Markus Anfang und Florian Junge haben durch ihr Handeln in erheblichem Maße gegen die Vorbildfunktion als Trainer verstoßen. Im Hinblick auf ihre abgelegten Geständnisse ist es aber gerechtfertigt, einen Teil der Sperre zur Bewährung auszusetzen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, zur Saison 2022/2023 ein neues Engagement einzugehen.“

Anfang war nach einer erfolgreichen Zeit bei Holstein Kiel beim 1. FC Köln gescheitert und war nach einem Engagement bei Darmstadt 98 zum Aufstiegsaspiranten Werder Bremen gewechselt. Dort endete seine Zeit durch den Impfpass-Skandal vorzeitig. Ob er in Deutschland mittelfristig wieder im Trainer-Business Fuß fassen wird, ist offen.

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